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Aktuell Europa

Rebellen greifen Grosny an

Nur wenige Stunden vor Präsident Putins Rede an die Nation haben Rebellen die tschetschenische Hauptstadt Grosny attackiert. Nach offiziellen Angaben wurden zehn Polizisten getötet.

Nach Angaben des russischen Anti-Terror-Komitees stürmten die Aufständischen in Grosny zunächst einen Verkehrsposten und dann ein Gebäude, in dem örtliche Medien untergebracht sind. Das Gebäude ging in Flammen auf. Zehn Polizisten seien getötet, 28 verletzt worden. Die Rebellen hatten auch eine Schule besetzt und in Brand gesteckt. Nach offiziellen Angaben befanden sich weder Lehrer noch Schüler in dem Gebäude. Mittlerweile sind die Feuer offenbar gelöscht. Eine größere Terrorattacke auf die Stadt sei verhindert worden, erklärte das Komitee. Die Angreifer seien "ausgelöscht" worden. Die Umstände des Angriffs würden untersucht.

Attacke kurz vor Putins Rede

Der Überfall ereignete sich nur wenige Stunden bevor Russlands Präsident Wladimir Putin eine Rede an die Nation halten wollte. Der Chef der russischen Teilrepublik, Ramsan Kadyrow teilte mit, neun Rebellen seien getötet worden. Zu dem Überfall in Grosny bekannte sich die islamistische Gruppierung Kaukasus-Emirat.

Unruheregion Kaukasus

In wenigen Tagen jährt sich der Beginn des ersten Tschetschenien-Krieges zum 20. Mal. In Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien im nördlichen Kaukasus kämpfen seit Jahren radikalislamische Aufständische für die Unabhängigkeit von Moskau. Immer wieder kommt es auch zu Gefechten mit kremltreuen Einheiten.

Brennendes Gebäude in Grosny (Foto: AP)

Die Rebellen stürmten ein Pressegebäude und setzten es in Brand

In den 1990er Jahren verhinderte Russland in einem blutigen Krieg, dass sich die islamisch geprägte ölreiche Republik Tschetschenien abspaltete. Zuletzt waren Anfang Oktober bei einem Selbstmordanschlag in Grosny fünf Polizisten getötet worden - nur wenige Tage vor Wladimir Putins Geburtstag.

cr/qu (afp, ap, dpa, rtr)

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