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Frankreich

Reaktoren in Atomkraftwerk Fessenheim sind abgeschaltet

Die Schließung des umstrittenen französischen Atomkraftwerks ist zwar erst für 2019 geplant. Ein Reaktor steht aber bereits seit letztem Jahr still. Nun wurde auch der zweite abgeschaltet.

Reaktor eins sei wegen Wartungsarbeiten für mehrere Wochen stillgelegt worden. Ein Teil der Brennstäbe solle ausgetauscht werden. Reaktor zwei wurde bereits im Juni 2016 wegen eines technischen Problems auf Anordnung der Aufsichtsbehörde ausgeschaltet. Das teilte der Stromversorger und Atomkraftwerksbetreiber EDF auf Anfrage in Paris mit und bestätigt damit Berichte französischer Medien.

Fessenheim geht, wenn Flamanville kommt

Fessenheim ist das älteste französische Atomkraftwerk und gilt schon lange als Sicherheitsrisiko. Im nahe der deutschen Grenze gelegenen Kraftwerk kommt es immer wieder zu Pannen und Zwischenfällen. So musste der nun stillgelegte Reaktor eins bereits im April wegen einer Störung vorübergehend abgeschaltet werden. Zur endgültigen Schließung des Atommeilershat sich die letzte Regierung zwar durchgerungen, sie ist jedoch an eine Bedingung geknüpft: Das sich noch im Bau befindliche Kraftwerk im nordfranzösischen Flamanville muss fertig sein, bevor Fessenheim endgültig stillgelegt wird.

Infografik Karte Atomkraftwerke in Europa

Kein Land der Welt ist so abhängig vom Atomstrom wie Frankreich

Der neue französische Umweltminister Nicolas Hulot möchte weitergehen. Er will bis 2025 "vielleicht bis zu 17" Atomkraftwerke schließen, sagte Hulot dem Radiosender RTL. Derzeit werden in Frankreich an 19 Standorten 58 Atommeiler betrieben, die 75 Prozent des Strombedarfs des Landes decken. Der Anteil der Atomenergie an der Stromproduktion soll allerdings bis 2025 auf 50 Prozent gesenkt werden. Dafür müsse "eine gewisse Anzahl" an Reaktoren abgeschaltet werden, sagte Hulot.

jv/fab (dpa,afp)

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