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Champions League

RB mit Geheimplan nach Porto

RB Leipzig kann beim FC Porto einen großen Schritt Richtung Achtelfinale der Champions League machen. Borussia Dortmund dagegen hat gegen APOEL Nikosia kleinere Ziele.

Was sich Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl da wohl gedacht hat? Statt wie in der Champions League üblich, das Abschlusstraining vor Ort am Abend vor dem Spiel zu veranstalten, ließ Hasenhüttl die Seinen im heimischen Leipzig schwitzen - oder besser frieren. Denn während in Porto, wo RB am Mittwochabend (20:45 Uhr MEZ im DW-Liveticker) sein viertes Gruppenspiel bestreitet, sonnige 23 Grad locken, musste sich sein Team am Dienstagmorgen mit langen Hosen und Mützen vor den sieben Grad in Leipzig schützen.

Aber um das Weiterkommen zu sichern, sind Hasenhüttl ungewöhnliche Maßnahmen nur recht und billig. Offensichtlich wollte er den letzten Feinschliff des Vizemeisters für die internationale Aufgabe im Verborgenen vornehmen. Nur die erste Viertelstunde der Übungseinheit war offen für die Medien, was danach geschah, darüber kann nur spekuliert werden. Ein Begründung von Vereinsseite für die kurzfristige Planänderung gab es jedenfalls nicht.

Im Estadio do Dragao will RB die ersten Auswärtspunkte in der Champions League holen. Bei Besiktas Istanbul (0:2) hatte das noch nicht geklappt. Und Hasenhüttl ist durchaus positiv gestimmt: "Wir haben auch in der Champions League gezeigt, dass wir in der Lage sind, dort zu bestehen". Seine Zuversicht dürfte der Österreicher vor allem aus den beiden Heimspielen gegen den AS Monaco (1:1) und den FC Porto (3:2) ziehen.

Dank der Konstellation in der Gruppe G könnte schon ein Unentschieden jetzt in Portugal einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale bedeuten - der direkte Vergleich wäre damit gewonnen. Dann bräuchte es nur noch einen Sieg in Monaco, und die internationale Premierensaison würde bis ins neue Jahr verlängert. "Wir haben eine riesige Chance, den Vorsprung weiter auszubauen, das ist einfach das Ziel", sagt denn auch Stürmer Yussuf Poulsen.

Gut möglich, dass dann auch Mittelfeldstar Naby Keita mitwirken kann. Der hatte sich im Bundesligaspiel bei Bayern München am Samstag das Schienbein geprellt, war aber - für die Medienvertreter ersichtlich - bei Abschlusstraining dabei. Stefan Ilsanker dagegen fehlte weiterhin wegen eines angebrochenen Zehs.

Ohne Träume gegen Nikosia

Für Borussia Dortmund sind die Chancen aufs Weiterkommen dagegen nur noch rein theoretischer Natur. Ein Punkt aus drei Spielen, selbst bei Außenseiter APOEL Nikosia reichte es nur zu einem 1:1. Im Rückspiel (Mittwoch, 20:45 Uhr MEZ im DW-Liveticker) gegen die zyprischen Verein soll nun die Wende eingeleitet werden. Einen weiteren Misserfolg kann der BVB vor dem Spitzenspiel in der Liga am kommenden Wochenende gegen Bayern München sicher nicht gebrauchen.

"Wir sind alle keine Träumer", sagt Sportdirektor Michael Zorc in Bezug auf die Champions League. "Dass wir die Punkte auf Real Madrid und Tottenham aufholen, ist äußerst schwierig. Jetzt geht es darum, den dritten Platz zu festigen." Der Titelverteidiger aus Spanien und die Londoner sind jeweils schon sechs Punkte voraus.

Champions League - Apoel Nicosia vs Borussia Dortmund (Getty Images/Bongarts/M. Bicanski)

Nikosias Mickael Pote profitiert von einem Fehler von BVB-Torwart Roman Bürki und trifft für APOEL

Nun also kommt Nikosia als Aufbaugegner. Denn nicht nur international schwächelt der BVB in den letzten Wochen, auch in der Bundesliga ist der Wurm drin. Nach furiosem Saisonstart verspielte man einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Bayern innerhalb von drei Spieltagen und liegt jetzt sogar drei Zähler zurück.  "Wenn wir gegen Nikosia gewinnen, spricht keiner mehr von Krise", kommentierte Trainer Peter Bosz. Aber das Unentschieden in Frankfurt, vor allem aber die Pleiten gegen Leipzig und in Hannover, haben Spuren hinterlassen. Vor allem die Defensive wankt, wenn sie unter Druck gerät.

"Wir müssen sehen, dass wir wieder in die Spur kommen und erwarten einen Reaktion der Mannschaft", gibt denn auch Zorc die Losung aus. Was für ein Glück, dass es APOEL momentan noch schlechter ergeht: Der zyprische Serienmeister liegt nur auf Rang acht in der nationalen Meisterschaft, ein Rücktrittsangebot von Trainer Georgios Donis lehnte die Vereinsführung allerdings ab.

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