RB Leipzig wieder Tabellenzweiter | Sport | DW | 09.02.2018
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Bundesliga

RB Leipzig wieder Tabellenzweiter

"Ich sage immer, der Junge kann unheimlich viel. Nur nicht Tore schießen", meint RB-Coach Ralph Hasenhüttl über sein großes Talent Dayot Upamecano. Kann er doch, wie der 19-Jährige beim Sieg gegen Augsburg zeigt.

Es ist ein besonderes Tor: Für Dayot Upamecano, weil es sein erstes Bundesligator ist. Für seinen Verein RB Leipzig, weil es das 100. Bundesligator in der Vereinsgeschichte ist. Und für beide, weil Upamecano damit der jüngste Torschütze des Klubs ist. Upamecano hatte zum Auftakt des 22. Spieltags der Bundesliga die Führung erzielt (18. Minute). Am Ende setzte sich der Rasenballverein mit 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg durch.

Seit fast genau einem Jahr steht Dayotchanculle "Dayot" Oswald Upamecano beim deutschen Vizemeister unter Vertrag. In der Winterpause 206/2017 wechselte der heute 19-Jährige für rund zehn Millionen Euro innerhalb der Red-Bull-Familie: von RB Salzburg zu RB Leipzig. Dass Upamecano erst jetzt sein Premierentor erzielte, ist wenig überraschend. Als Innenverteidiger muss er vielmehr dafür sorgen, dass hinten die Null steht. 

Viele europäische Topklubs waren und sind an Upamecano interessiert

Gegen Augsburg war der Franzose mit ginea-bissauischer Abstammung bei einer Standardsituation vorne mit im Strafraum. Nach einer Ecke zeigte Teamkollege Yussuf Poulsen einen artistischen Torschuss per Seitfallzieher, den der Augsburger Torwart Marvin Hitz nur noch nach vorne abwehren konnte. Den Abpraller staubte Upamecano aus fünf Metern dann zur 1:0-Führung ab (18. Minute). 

Fussball Bundesliga RB Leipzig vs Augsburg (picture-alliance/dpa/J. Woitas)

Sein erstes Bundestliga-Tor ist ein Abstauber-Tor: Dayot Upamecano (r.)

Einige europäische Klubs wollten das Talent gerne unter Vertrag nehmen: Bayern München beispielsweise. Oder auch Manchester City, der FC Arsenal und Juventus Turin. Deshalb soll RB auch vorgesorgt und laut "Spiegel" dem Defensivspieler ein exorbitant hohe Ablösesumme in den Vertrag geschrieben haben: Diese soll angeblich bei 100 Millionen Euro liegen. Die sich allerdings verringern soll, wenn der Klub die Europapokal-Qualifikation verpassen würde. Warum Upemecano nach Leipzig ging? Beim jüngsten deutschen Bundesligaklub war die Wahrscheinlichkeit am höchsten, regelmäßig zu spielen.

Ganz ähnlicher Wedergang wie Keita

Vermutlich hat ihm auch die Entwicklung von Naby Keita imponiert, der einen ähnlichen Werdegang vorzuweisen hat. Der Mittelfeldspieler spielte anfänglich ebenfalls bei einem französischen Zweitligisten und war in Österreich Upamecanos Mitspieler, bevor er 2016 nach Leipzig ging. Er wird im Sommer für rund 70 Millionen Euro zum FC Liverpool wechseln. Der Guineer erzielte übrigens das zweite Tor an diesem Abend. Ein Freistoß von Keita landete im Tornetz der Gäste. Allerdings hatte Martin Hinteregger den Ball noch unglücklich abgelenkt (70. Minute).

Bislang stand Upamecano - in der Öffentlichkeit - noch im Schatten von Keita und dem deutschen Nationalspieler Timo Werner. Und bei seinen anfänglichen Schwierigkeiten bei der Umstellung vom Salzburger Ballbesitzfußball auf das rasante Leipziger Umschaltspiel wurden schnell die ersten kritischen Stimmen laut. Die sind mittlerweile ganz verstummt. In der Planung von Coach Ralph Hasenhüttl spielt Upamecano eine wichtige Rolle, mit seinen jungen Jahren dirigiert er bei Leipzig schon die Abwehr. "Ihm läuft keiner weg, er ist cool und kann auch noch richtig gut kicken", sagt Sportdirektor Ralf Rangnick über den französischen U17-Europameister von 2015. Upamecano hat zudem ein gutes Kopfballspiel und enorme Stärken in der Spieleröffnung. Trainer Hasenhüttl: "Ich sage immer, der Junge kann unheimlich viel. Nur nicht Tore schießen."

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