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Rechtsextremismus

Razzia gegen Neonazi-Gruppe in Dresden

Fast anderthalb Jahre hat die Polizei in Sachsen gegen mutmaßliche Neonazis ermittelt. Nun durchsuchte sie 19 Wohnungen im Raum Dresden und Heidenau und verhaftete sechs Mitglieder der "Freien Kameradschaft Dresden".

Dresden Razzia gegen Tschetschenen - GSG 9 im Einsatz (picture-allaince/dpa/T. Plunert)

Bereits Anfang November rückten Polizeiautos zu einer Razzia in Dresden aus

Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden teilte mit, bei der "Freien Kameradschaft Dresden" bestehe der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Ermittlungen gegen die rechtsextremistische Gruppierung liefen bereits seit Juni 2015. Die Gruppe steht im Verdacht, 14 Straftaten begangen zu haben, darunter die Beteiligung an der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, versuchte Brandstiftung, Landfriedensbruch im besonders schwerem Fall, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Den Rechtsextremen werden zudem Straftaten gegen Asylunterkünfte in Freital, Heidenau und Dresden und Angriffe gegen Flüchtlinge und politische Gegner angelastet, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Der Gruppe gehören demnach 15 Männer sowie zwei Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren an. Die sechs festgenommenen Beschuldigten sollen im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Das für extremistische Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei (OAZ) wurde bei den Durchsuchungen von Polizeibeamten aus Leipzig und Dresden, des Landeskriminalamts (LKA) und der Bereitschaftspolizei unterstützt. In Sachsen war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Angriffen auf Flüchtlinge, Asylunterkünfte und Politiker gekommen.

kle/rb (afp, epd, dpa)

 

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