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Innere Sicherheit

Razzia bei Rechtsextremisten in Niedersachsen und Thüringen

Haben sechs Rechtsextremisten bereits eine bewaffnete Gruppe gebildet? Die Polizei hegt diesen Verdacht und ließ mehrere Objekte im Raum Göttingen und in Thüringen durchsuchen.

Deutschland Razzia gegen Oldschool Society in Augsburg (picture-alliance/dpa/K.-J. Hildenbrand)

Ein Polizist bei einer Razzia gegen Rechtsextremisten in Augsburg (Archivbild)

Die Polizei ist mit Razzien gegen Rechtsextremisten in Niedersachsen und Thüringen vorgegangen, die im Verdacht stehen, eine bewaffnete Gruppe gebildet zu haben. Am frühen Morgen durchsuchten etwa 100 Beamte zeitgleich sechs Objekte im Raum Göttingen sowie im nordthüringischen Eichsfeld, wie die Staatsanwaltschaft Göttingen mitteilte. Festgenommen wurde niemand.

Die Ermittler stellten aber Schlag- und Stichwerkzeuge sicher, darunter verbotene Gegenstände, sowie Datenträger wie Handys und Laptops. Ermittelt wird gegen sechs Personen, die dem sogenannten "Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen" zugerechnet werden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Göttingen heißt.

Screenshot Facebook Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen (facebook/freundeskreistn)

Screenshot der Facebook-Seite des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen

Der fremden- und ausländerfeindliche "Freundeskreis", der seit Mitte vergangenen Jahres vom Verfassungsschutz beobachtet wird, hält seit 2015 in der Region regelmäßig sogenannte Mahnwachen ab. "Diese Gruppe von Nazis tritt immer wieder aggressiv und martialisch auf", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Führende Mitglieder bezeichneten sich wie selbstverständlich als Nationalsozialisten. "Es gibt eine klar rassistische und völkische Ausrichtung", fügte der SPD-Politiker hinzu. Einige Mitglieder schreckten auch vor der Selbstbewaffnung nicht zurück, um die Ziele der Gruppierung durchzusetzen, sagte Pistorius. "Insofern können wir heute von einem Erfolg im Kampf gegen Rechts in unserem Land sprechen."

Der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, sagte: "Die rechte Szene ist in der jüngsten Vergangenheit immer wieder aggressiv in Göttingen aufgetreten. Wir haben heute ein klares Signal gesetzt."

kle/myk (dpa, Polizeidirektion Göttingen)

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