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Aktuell Europa

Raumtransporter verglüht über dem Pazifik

Unrühmliches Ende eines Versorgungsflugs: Eigentlich sollte der russische Raumfrachter Essen, Geschenke und eine besondere Flagge zur ISS bringen. Doch er geriet außer Kontrolle und stürzte Richtung Erde.

Direkt nach dem Start des unbemannten Raumtransporters vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan am Dienstag vergangener Woche hatten die Probleme begonnen: Eine Stufe der Rakete zündete nicht korrekt. Zwei Antennen öffneten sich nicht, daraufhin ließ sich der Frachter vom Typ "Progress M-27M" nicht richtig navigieren. Er verfehlte seine Umlaufbahn, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bestätigte.

Transporter zerfällt und verglüht

Beim Eintritt in die Erdatmosphäre ist der Versorgungsfrachter nun weitgehend verglüht. Die Überreste des Transporters seien am Freitagmorgen über dem Pazifik in ihre Bestandteile zerfallen, teilte Roskosmos in Moskau mit. Schon vorab hatte die Weltraumagentur Entwarnung gegeben und erklärt, der Transporter werde hauptsächlich verglühen. Nur wenige nicht-schmelzende Bauteile würden anschließend auf die Erde stürzen.

Roskosmos leitete eine Untersuchung zu den Ursachen ein, deren Ergebnisse am Donnerstag kommender Woche vorliegen sollen. Nach Angaben von Vize-Chef Alexander Iwanow ereignete sich die Panne offenbar beim Abkoppeln der Trägerrakete. Der Transporter sollte neben wissenschaftlichen Materialien sowie Wasser und Nahrungsmittel auch eine "Feiertagsausstattung" zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen.

Am Samstag, dem 9.Mai, jährt sich der Sieg der Sowjetunion über Hitler-Deutschland zum 70. Mal. Die Besatzung der ISS sollte den Tag mit einem Festessen, persönlichen Geschenken und dem Hissen eines historischen "Siegesbanners", einer Kopie der 1945 von Rotarmisten auf dem Berliner Reichstag gehissten sowietischen Flagge, feiern.

se/uh (afp, rtr)

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