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Europa

Raubvögel gegen Terror-Drohnen

"Es ist eine Low-Tech-Lösung für ein High-Tech-Problem". Mit einer ungewöhnlichen Waffe will die niederländische Polizei gegen einen möglichen terroristischen Anschlag vorgehen. Angeblich mit guten Ergebnissen.

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Raubvögel als Verteidigung

In der Mitte der großen Reithalle in Driebergen bei Utrecht kreist grün und rot blinkend eine ferngesteuerte Drohne. Drei bis vier Meter schwebt sie über dem Boden. Dann kommt ein riesiger Adler rasend schnell angeflogen, fährt seine Krallen aus und packt nach dem weißen Flugkörper.

So oder so ähnlich stellt sich die niederländische Polizei ihren Kampf gegen Terror-Anschläge vor. Die ersten Ergebnisse seien sehr vielversprechend. Die Polizei und die nationale Behörde zur Terrorismusbekämpfung wollen im Sommer über den Einsatz von Raubvögeln entscheiden. Im Auftrag der Polizei richtet ein Spezialunternehmen die Raubvögel ab. "Es ist eine Low-Tech-Lösung für ein High-Tech-Problem", sagte der Direktor des Betriebes "Guard from Above", Sjoerd Hoogendoorn.

Drohne als Beute

Es würden mehrere Vogelarten - zum Beispiel Adler - getestet und ausgebildet. Bei dem mehr als ein Jahr dauernden Vorbereitungen werde ihr Jagdinstinkt trainiert. "Für die Vögel ist so eine Drohne wie eine Beute, die sie in der Luft packen und dann an einen sicheren Ort bringen." Die niederländischen Sicherheitsbehörden testen auch andere Mittel gegen den Missbrauch der unbemannten Flugzeuge. Dazu gehörten Spezialdrohnen und Computerprogramme, mit denen eine feindliche Drohne umprogrammiert werden könne.

pab/nm (dpa, afp)

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