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Kultur

Ratzinger contra Potter

Der Vatikan kritisiert den Kult um Zauberlehrling Harry Potter. Der Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, spricht von "subtilen Verführungen, die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das Christentum in der Seele zersetzen". Dies schreibt der frühere Münchner Erzbischof in einem Brief an die oberbayerische Publizistin Gabriele Kuby, die ein Potter-kritisches Buch veröffentlicht hat. Ratzinger lobt Kuby: "Es ist gut, dass Sie in Sachen Harry Potter aufklären."

Die bei Rosenheim lebende Autorin sagte einer katholischen Zeitschrift, durch Harry Potter werde Magie in die Kinderzimmer gebracht, und damit würden christliche Werte zerstört. Junge Leser verlören durch die Lektüre das Unterscheidungsvermögen zwischen Gut und Böse. "Die Qualität von Liebe ist im Potter-Universum nicht existent und nicht erfahrbar", sagte Kuby. Die Bücher lieferten jüngeren Lesern den Stoff für Albträume und ein Angstpotenzial, das sich dann entfalte, wenn es in der wirklichen Welt Grund zur Angst gebe, kritisierte die Soziologin.

Zum Nachlesen und Bilden einer eigenen Meinung:

Gabriele Kuby: "Harry Potter - gut oder böse", FE-Medienverlag, Kisslegg, ISBN 3-928929-54-2

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  • Datum 11.11.2003
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