Rassistisches Manifest im Internet | Aktuell Amerika | DW | 20.06.2015
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Aktuell Amerika

Rassistisches Manifest im Internet

Der mutmaßliche Charleston-Täter hat anscheinend eine rassistische Internetseite betrieben. Zumindest befinden sich neben schwarzen- und judenfeindlichen Äußerungen auch Bilder des Kirchen-Schützen auf der Website.

Auf dutzenden Fotos posiert der 21-jährige Dylann R. mit Feuerwaffen und beim Verbrennen der US-Fahne. US-Medien hatten die Internetseite entdeckt. In einem Text gibt es Hinweise auf die Tat von Charleston. "Ich hatte keine Wahl (…) Ich habe Charleston ausgewählt, weil sie die geschichtsträchtigste Stadt in meinem Staat (South Carolina) ist und sie zeitweise den landesweit höchsten Anteil von Schwarzen im Vergleich zu Weißen hatte." Es folgten Hasstiraden unter anderem gegen Schwarze, Latinos und Juden.

Ob es sich bei dem Verfasser des Textes tatsächlich um Dylann R. handelt, ist nicht klar. US-Medien berichten, er habe im Februar eine Webadresse auf seinen Namen und unter der Anschrift seiner Mutter registriert. Ein FBI-Sprecher wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters keinen Kommentar zur Website und ihrem Inhalt abgeben.

Kritik an laxen Waffengesetzen

US-Präsident Barack Obama sagte in San Francisco: "Rassismus bleibt ein Übel, das wir gemeinsam bekämpfen müssen." Er kritisierte erneut die laxen Waffengesetze. Er glaube zwar nicht, dass der Kongress bald dagegen vorgehen werde. "Aber ich vertraue darauf, dass wir irgendwann das Richtige tun", so Obama.

Dylann R., ein Amerikaner weißer Hautfarbe, soll am Mittwoch in einer Methodistenkirche in Charleston während einer Bibelstunde neun Afroamerikaner erschossen haben. Er habe rassistische Sprüche von sich gegeben und das Feuer eröffnet, berichtete eine Überlebende. Das Justizministerium und die Bundespolizei FBI ermitteln wegen des Verdachts auf ein "Verbrechen des Hasses" und "heimischen Terrorismus".

fab/nem (dpa, afp, rtre)

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