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Sport-News

Rassismus-Skandal beim US-Basketball

Die von schwarzen Stars geprägte nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA wird von Rassismus-Vorwürfen erschüttert. Ein Clubbesitzer soll sich abfällig über Schwarze geäußert haben.

Ausgelöst wurde die Affäre durch das allem über Prominente berichtende Internet-Portal TMZ.com. Es veröffentlichte einen Tonband-Mitschnitt, der der Website zufolge ein Gespräch zwischen dem Besitzer des Basketball-Clubs Los Angeles Clippers, Donald Sterling, und seiner Freundin wiedergibt. Die Person auf der Aufzeichnung erklärt, dass seine Freundin keine "schwarzen Menschen" mit zu "seinen Spielen" bringen solle und bezieht diese Aussage auch auf die frühere NBA-Legende Earvin "Magic" Johnson (Artikelbild).

Clippers-Clubchef Donald Sterling (Archivbild AP)

Clippers-Clubchef Sterling

Die Veröffentlichung löste einen Sturm der Entrüstung aus. Der auf Besuch in Malaysia weilende Präsident Barack Obama, ein ausgewiesener Basketball-Fan, verurteilte die Sterling zugeschriebenen Äußerungen als "unglaublich rassistisch beleidigend". In einer offiziellen Erklärung bezeichnete NBA-Commissioner Adam Silver den Inhalt des Gespräches als "beleidigend und verstörend", die Liga beabsichtige, dem Fall `so schnell wie möglich auf den Grund zu gehen". Es sei jedoch zu früh, "mögliche Sanktionen gegen Donald Sterling zu diskutieren".

Spieler zeigen empört

Basket-Superstar LeBron James von Meister Miami Heat erklärte: "In unserer Liga ist kein Platz für Donald Sterling. Ich kann mir nicht vorstellen, was in seinem Kopf vorgeht." Kobe Bryant vom Stadtrivalen Los Angeles Lakers nannte Sterlings mutmaßliche Äußerungen "eine verdammte Schande. Leider ist es traurige Realität, dass wir solche Menschen in unserer Welt haben". "Magic" Johnson twitterte, seine Frau und er würden nie wieder zu einem Spiel der Clippers gehen, solange Sterling der Besitzer sei.

Die Clippers stellten derweil die Authentizität der Aufnahme infrage. "Wir wissen nicht, ob diese rechtmäßig ist oder verändert wurde", erklärte der kalifornische Verein. Der 80-jährige Sterling sagte, dass die Aussagen nicht seine Ansichten oder Gefühle widerspiegelten.

wl/SC (dpa, sid)