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Aktuell Europa

Rasche Einigung der EU-Staaten auf Fischfangmengen für 2015

Oft sind die Brüsseler Verhandlungen zu den Fischfangmengen für das folgende Jahr Quälerei pur. Dieses Mal ging es aber ziemlich fix. Das Ergebnis: Der Seelachs darf sich freuen, doch die Scholle sollte abtauchen.

Nach zweitägigen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten auf Fischfangmengen für das kommende Jahr geeinigt. Das teilte der Staatssekretär Giuseppe Castiglione aus dem italienischen Landwirtschaftsministerium am Dienstagabend in Brüssel mit. Italien hat derzeit den Vorsitz der EU-Staaten und leitete deshalb die Beratungen. Damit steht fest, wie viel die Fischer 2015 aus der Nordsee und dem Nordostatlantik ziehen dürfen.

Erste Einigung nach Reform der EU-Fischereipolitik

Für Deutschland wurde bei Seelachs eine Kürzung der Quoten im Umfang von 15 Prozent im Vergleich zu diesem Jahr vereinbart. Bei Hering liegt die Kürzung EU-Diplomaten zufolge im einstelligen Bereich, bei der Scholle hingegen dürfen die deutschen Fischer im kommenden Jahr 15 Prozent mehr fangen.

Den Angaben zufolge waren die jüngsten Beratungen trotz der relativ schnellen Einigung zeitweise schwierig, da einige EU-Länder nicht bereit gewesen seien, die umfangreichen Kürzungsvorschläge der EU-Kommission zu akzeptieren. Bei dem nun gefundenen Kompromiss handelt es sich um die erste Einigung zum Fischfang in der Nordsee und im Nordostatlantik nach der Reform der gemeinsamen EU-Fischereipolitik im Jahr 2013.

Auch Fangmengen für das Schwarze Meer

EU-Fischereikommissar Karmenu Vella lobte das Gesamtergebnis. Eine schonende Bewirtschaftung der Fischbestände sei mittlerweile "breit akzeptiert" in der Europäischen Union. Dies helfe auch den Fischern, weil sie ihre Erträge steigern könnten. Die EU-Staaten verständigten sich auch auf Fangmengen für das Schwarze Meer. Diese sind für Rumänien und Bulgarien von Interesse. Auf die Fangmengen für die Ostsee hatten sich die EU-Staaten bereits im Oktober geeinigt.

Die vereinbarten Mengen könnten sich noch geringfügig ändern. Die EU bewirtschaftet manche Fischbestände gemeinsam mit Nicht-EU-Staaten und stimmt sich mit ihnen ab. Diese Verhandlungen sind aber weitgehend abgeschlossen.

sti/jj (dpa, afp)

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