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Sport

Rangnick schmeißt in Hoffenheim hin

Paukenschlag bei 1899 Hoffenheim: Cheftrainer Ralf Rangnick und der Fußball-Bundesligist gehen von sofort an getrennte Wege - "in beiderseitigem Einvernehmen".

Ralf Rangnick (Foto: dapd)

Die Ära Rangnick ist in Hoffenheim zu Ende

Ralf Rangnick ist nicht mehr Trainer des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Der 52-Jährige und der Club gaben am Sonntag (02.01.2011) das Ende ihrer viereinhalbjährigen Zusammenarbeit bekannt.

Konsequenzen

Luiz Gustavo (Foto: dapd)

Ab nach Bayern! Luiz Gustavo

Mit der Trennung zog Rangnick die Konsequenzen aus dem sofortigen Wechsel von Mittelfeldspieler Luiz Gustavo zu Rekordmeister FC Bayern München, der am Neujahrstag abgewickelt worden war. Der Hoffenheimer Coach hatte sich vehement für einen Verbleib des Brasilianers stark gemacht, konnte sich am Ende aber nicht gegen den mächtigen Club-Mäzen Dietmar Hopp durchsetzen.

Rangnick hatte sich insbesondere darüber beklagt, er sei über die Verhandlungen mit Bayern München nicht informiert worden. Hopp und 1899-Manager Ernst Tanner waren zu Verhandlungen nach München gereist, ohne Rangnick zu unterrichten.

Dissonanzen

Dietmar Hopp (Foto: dpa)

Geldgeber: Dietmar Hopp

Schon in der Vergangenheit hatte es immer wieder Spannungen zwischen Hopp und Rangnick gegeben. Während der Trainer mit den Hoffenheimern den Einzug ins internationale Geschäft anstrebte, wollte Hopp den Club als Ausbildungsverein etablieren und mit dem Verkauf von Leistungsträgern eine teilweise Refinanzierung seiner großzügigen Finanzspritzen gewährleisten. Im Sommer 2010 war deshalb bereits Gustavos Landsmann Carlos Eduardo für einen zweistelligen Millionenbetrag nach Russland transferiert worden.

Erfolgsgeschichte

Logo 1899 Hoffenheim

Ralf Rangnick hatte Hoffenheim 2006 in der damaligen Regionalliga Süd übernommen und innerhalb von zwei Jahren in die 1. Bundesliga und dort auf Anhieb zur Herbstmeisterschaft geführt. Derzeit rangiert die TSG in der Bundesliga auf Rang acht und steht zudem im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Rangnick ist der vierte Bundesliga-Trainer, der in dieser Saison vorzeitig geht. Zuvor war beim 1. FC Köln Zvonimir Soldo durch Frank Schaefer ersetzt worden. Christian Gross gab beim VfB Stuttgart den Platz an Jens Keller ab, der inzwischen wiederum Bruno Labbadia weichen musste.

Interne Lösung

Zum neuen Cheftrainer der TSG wurde Marco Pezzaiuoli gekürt. Der 42-Jährige war bisher Co-Trainer des Erstligisten. Am Montag brechen die Hoffenheimer ins Trainingslager nach La Manga in Spanien auf.

Autor: Christian Walz (dpa, sid)
Redaktion: Martin Schrader