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Ran an die Knöpfe!

In der Regel sind sie unscheinbar und dienen uns still. Doch erst wenn sie nicht (mehr) da sind, fällt auf, wie nützlich sie sind – auch allein. Oh ihr Knöpfe, was wären Hemden, Blusen, Hosen und die Sprache ohne euch?!

Audio anhören 05:55

Ran an die Knöpfe! – die Folge als MP3

Wer das Wort Knopf hört, hat bestimmt viele Assoziationen. Der eine denkt vielleicht an das weltbekannte Kinderbuch von Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Einem anderem mag eine peinliche Situation in den Kopf kommen, als der Knopf plötzlich absprang. In unserer Geschichte dreht es sich hauptsächlich um dieses Verschlussstück, das sich an unserer Kleidung befindet und dem meist wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Denn hat schon mal jemand den Satz gehört: „Mensch, hast du aber einen schönen Knopf!“ Oder wer könnte sofort, auf Knopfdruck, sagen, wie viele Knöpfe sich an der Bluse oder dem Hemd befinden?

Was tun ohne Knopf?

Grüner Knopf in Geldbörse

Ohne Nadel und Faden nichts wert: der Knopf für den Notfall

Wie wichtig dieser – laut Duden – „kleine, runde, flache, kugelige oder halbkugelige Gegenstand aus festem Material“ ist, wird uns vor allem bewusst, wenn er verlorengeht. Oder wenn er vor einem wichtigen Gespräch von der Hose, der Bluse oder dem Hemd abspringt und man weder Nadel noch Faden hat, um ihn wieder zu befestigen.

Weniger Probleme bereitet da ein anderer Knopf: der Ausschaltknopf. Hängt der Computer mal wieder, hilft es manchmal einfach nur, ihn zu drücken. Häufig ist das einfache Aus- und Wiedereinschalten schon die Lösung des Problems. Gedrückt werden täglich – ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind – viele Knöpfe: unter anderem der im Aufzug, an der Spülmaschine oder an der Waschmaschine.

Ohne Knopf nichts los

Symbolbild Konflikt: Ein Mann (rechts) zieht einen anderen Mann (links) erbost an der Krawatte

„Wegen der Sache vorgestern muss ich Sie mir jetzt mal ordentlich vorknöpfen …“

Auch auf manchen Telefongeräten gibt‘s runde Tasten, die wie Knöpfe aussehen. Na ja, wenn noch eins der alten Dinger irgendwo rumsteht. Nicht nur die neue Generation der Smartphones mit ihren Touchscreens kommt ja ohne Telefonknöpfe aus. Vorsichtig sein sollte man, wenn man aus Nostalgie eins der alten Dinger kaufen will.

Mancher Verkäufer knöpft einem dann viel zu viel Geld ab. Darauf angesprochen, gibt er sich ziemlich zugeknöpft: „Was wollen Sie denn? Haben Sie Knöpfe auf den Augen? Der Preis ist doch deutlich sichtbar!“ Wir können ihn uns dann mal richtig vorknöpfen und ihm unsere Meinung sagen. Aber wahrscheinlich wird er erst einlenken, wenn's Spitz auf Knopf steht, er keinen Ausweg sieht, weil wir damit drohen, dann eben ins Nachbargeschäft zu gehen.

Die süßen Knöpfe mit den Knopfaugen

Dass es sich bei diesem Verkäufer um einen süßen Knopf handelt, werden wir anschließend bestimmt nicht sagen. Den haben wir … daheim. Der süße Knopf schlummert hoffentlich friedlich im Bettchen, einen Teddy mit Knopf im Ohr im Ärmchen und eine Oma am Bett, die verzückt ist, wenn der süße Knopf die Knopfaugen aufmacht und sie anlächelt.

Sprechen Eltern liebevoll von ihren süßen Knöpfen, meinen sie damit in der Regel ihre Kleinkinder. Knopfaugen heißen wegen der runden, glänzenden Form des Auges so und lassen eine Person niedlich erscheinen. Nicht nur Knopfaugen, sondern auch ein „Knopf im Ohr“ sind ein Markenzeichen eines bestimmten Teddybären. Wer in ein Kaufhaus geht und dort etwa nach einem solchen Teddy fragt oder im Internet nach dem Begriff sucht, bekommt einen Namen angezeigt: Steiff.

Der Knopf im Ohr

Steiff Teddybär mit Knopf im Ohr und dem Bären-Firmen-Logo sowie der Aufschrift Knopf im Ohr

Der „Knopf im Ohr“

Der „Knopf im Ohr“ ist nämlich das Markenzeichen der Plüschtiere der Firma Steiff. Der Metallknopf wurde 1904 von Franz Steiff erfunden, einem Neffen der Firmengründerin Margarethe. Er wollte damit unter anderem die Plüschtiere vor Nachahmern schützen. Eine Besonderheit stellten Knöpfe früher beim Militär dar. Dort gab es die so genannten Gefreitenknöpfe. Sie waren sichtbares Zeichen dafür, dass ein Soldat zum ersten Mal befördert wurde.

Keine Knöpfe auf dem Soldatenrock zu haben, war wiederum eine schlimme Sache. Denn so ganz ohne war man keinen Knopf wert, sozusagen zu nichts zu gebrauchen. Darum haben die Soldaten damals immer gewusst, wie viele Knöpfe sie bei sich trugen, und waren nicht so nachlässig mit ihnen, wie wir heute. Manche konnten es gar nicht abwarten, endlich einen zu bekommen. Nur aus anderen Motiven als unsereins.

Ist der Knopf aufgegangen?

Hoffentlich ist jeder beziehungsweise jedem jetzt wenigstens ein bisschen der Knopf aufgegangen, welche Bedeutung dieser unscheinbare Gegenstand doch hatte und hat. Das Wort geht übrigens auf das althochdeutsche Wort knoph, „Knoten“, zurück. Und wenn sich ein Knoten im übertragenen Sinn löst, dann ist das kein Malheur – anders als ein gelöster Knopf.






Arbeitsauftrag
Welche Substantive reimen sich auf „Knopf“? Setzt die passenden vier Begriffe ein. Achtung: Manchmal hat sich auch „Knopf“ hereingeschmuggelt. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr den Reim fortsetzen!

Nehmen wir Lisa, das blonde Mädchen mit dem ____________.

Sie hatte Lust auf ‘nen Kakao – und erhitzte die Milch im ____________.

Als sie in ihr Zimmer ging

Und die Milch zu kochen anfing

Kam zum Glück die Mutter nach Haus

Und schaltete schnell die Herdplatte aus.

Zunächst fasste sie sie sich selbst an den ____________.

Und packt Lisa dann beim ____________.

„Was da hätte passieren können!

Wenn du noch einmal den ____________ auf der Herdplatte vergisst, dann …“

Doch Lisa fällt der Mama in den Arm

Und mit ihrem unendlichen Charme

Schafft's, die Mutter zu umgarnen,

Dass diese – statt sie zu verwarnen –

Lächelnd denkt: „Du süßer ____________!“

Und die übergekochte Milch im ____________?

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