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Gesichter der DW

Rama Jarmakani: Mit Neugier und Engagement 

Rama Jarmakani kam 2015 nach Gummersbach zu einem Seminar über Medienfreiheit. Statt zurückzufliegen, folgte sie dem Rat ihres damaligen Chefs in Syrien und blieb in Deutschland. Jetzt ist sie bei der DW.

Seit einigen Wochen ist die Journalistin als Trainee in der Arabisch-Redaktion tätig. „Die ersten Wochen haben mich begeistert“, sagt die 30-Jährige. Abends steht noch Sprachunterricht auf dem Programm. „Deutsch zu verstehen fällt leichter, als es zu sprechen“, gesteht sie. 

Das Trainee-Jahr ist auch für die DW eine Premiere: „Maßgeschneidert für Journalisten, denen unser Mediensystem noch fremd ist“, erläutert Ramón García Ziemsen, Leiter der journalistischen Ausbildung.

Jarmakani schrieb schon im Studium für eine News-Webseite. Es folgten Einsätze für CNN, Al-Jazeera und BBC. 

Sie stammt aus einer liberalen Familie in Damaskus, ist atheistisch geprägt. „Ich habe mich für Frauenrechte stark gemacht, Jazzfestivals organisiert und schreibe Kurzgeschichten“, erzählt sie.  „Hier nehmen die Menschen vor allem wahr, dass ich Syrerin bin.“ Es sei ihr aber wichtig, dass die Menschen auch ihre Anliegen erfahren. 

Nun will sie erspüren, wie die Deutschen ticken. Integration sei keine Frage von Bratwurst oder Mazza, sondern von Neugier und Engagement. „Wenn du dir die Probleme des Landes zueigen machst, in dem du lebst, dann bist du integriert“, ist sie überzeugt. „Germanize from inside“ nennt sie das. 

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