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Asien

Raketentest: Nordkoreas neue Drohgebärde

Nordkorea hat seinen jüngsten Raketentest als Übung für einen Angriff auf US-Streitkräfte bezeichnet. Kim Jong Un soll den Abschuss persönlich überwacht haben.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA waren Stützpunkte der US-Armee in Japan das potenzielle Ziel der jüngsten Raketentests. Staatschef Kim Jong Un habe den Abschuss der Raketen persönlich überwacht, heißt es weiter. Nordkorea hatte vier Raketen ins Japanische Meer abgefeuert.

Nach Angaben aus Tokio gingen drei Geschosse in der japanischen 200-Meilen-Zone nieder. Japans Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer "neuen Stufe der Bedrohung". Auch die USA, die Bundesregierung und die Vereinten Nationen verurteilten den Raketentest.

UN-Sicherheitsrat kommt zusammen

Die jüngsten Provokationen aus Pjöngjang sollen auf Initiative Japans und der USA am Mittwoch in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats diskutiert werden. Das teilte ein Sprecher der UN-Vertretung der USA in New York mit. Der Antrag für die Sitzung sei mit Südkorea abgestimmt worden. 

Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zwei Atomwaffentests und eine Reihe von Raketentests vorgenommen. Das isolierte, kommunistisch regierte Land verstieß damit gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Seit dem ersten Atomwaffentest Nordkoreas im Jahr 2006 beschloss der Sicherheitsrat bereits sechs Sanktionsrunden gegen das Land.

djo/kle (afp, dpa, rtr)