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Politik

Raketenangriff auf Eilat und Akaba

Die benachbarten Küstenstädte Eilat in Israel und Akaba in Jordanien sind fast gleichzeitig mit Raketen beschossen worden. Ein jordanischer Soldat wurde dabei getötet. Womöglich steckt El-Kaida dahinter.

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Die Städte liegen direkt nebeneinander

Bei den zwei Angriffen in Akaba wurden der Hof des Haja-Militärkrankenhauses sowie eine Lagerhalle der jordanischen Armee im Hafen getroffen. Dabei starb ein jordanischer Soldat, ein Wachmann wurde verletzt. Ziel der Raketenangriffe in Akaba waren möglicherweise die US-Kriegsschiffe "USS Ashland" und "USS Kearsarge", die dort vor Anker liegen. Mittlerweile haben die Schiffe den Hafen verlassen.

Ein US-Militärsprecher sagte, eine Rakete sei über den Bug der "USS Ashland" geflogen, ohne Schaden anzurichten. Drohungen habe es vorher nicht gegeben.

USS Kearsage und USS Ashland in Akaba angegriffen

Die USS Kearsage und die USS Ashland haben den Hafen von Akkaba nach dem Angriff verlassen

Glück im Unglück in Eilat

Der Angriff auf Eilat kurz darauf ging dagegen glimpflicher aus. Der israelische Rundfunk berichtete, ein fahrendes Taxi und ein Autobus seien von Katjuscha-Raketen getroffen worden. Trotzdem sei niemand ernsthaft verletzt worden. Auch der Taxifahrer kam mit leichten Verletzungen davon: "Ich hörte einen Krach, das Auto bebte, und ich fuhr einige Meter weiter", berichtete der Mann. Dann habe er einen Krater auf der Straße gesehen.

Die Behörden in der Hafenstadt wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Israels Verteidigungsminister Schaul Mofas erklärte, der israelische und der jordanische Geheimdienst würden die Anschläge gemeinsam untersuchen.

LST USS Ashland

Die USS Ashland ist dem Angriff knapp entkommen - El-Kaida hat sich zu dem Attentat bekannt

Iraker und Ägypter verdächtig

Die Raketen seien in Akaba vom Dach eines Lagerhauses aus abgefeuert worden, das erst vor wenigen Tagen von vier Irakern und Ägyptern gemietet worden sei, hieß es aus Ermittlerkreisen. Ein jordanischer Regierungssprecher bestätigte, dass die Geschosse vom Stadtgebiet Akabas aus abgefeuert wurden.

Der Fernsehsender Al-Arabija berichtete, die Islamisten-Gruppe "Abdullah Assam Brigaden" mit Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida habe sich verantwortlich erklärt. Die gleiche Gruppe hatte sich bereits zu der Bombenserie im ägyptischen Scharm al-Scheich im Juli 2005 bekannt. Die jordanische Polizei startete eine großangelegte Durchsuchungsaktion in Akaba, unter anderem nach dem syrischen Wächter der Halle, von der aus die Raketen abgefeuert wurden. Hubschrauber kreisten über der Stadt.

Ungeliebter Frieden

Akaba und Eilat liegen am Roten Meer nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Jordanien und Israel verbindet ein Friedensvertrag, der allerdings von vielen der jordanischen Bürger, die mehrheitlich palästinensischer Herkunft sind, abgelehnt wird. Prinz Haschim bin Hussein reiste nach Akaba. König Abdullah II. weilt noch in Moskau. (reh)

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