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Politik

Raketenangriff auf die Bundeswehr

Die Bundeswehr in Afghanistan ist erneut Ziel einer Attacke geworden. Das Feldlager in Kundus wurde von vier Raketen getroffen. Eine schlug in der Küche ein - ohne zu explodieren.

In gefährlicher Mission: Soldaten stehen auf einer Anhöhe nahe Kundus

In gefährlicher Mission: Soldaten stehen auf einer Anhöhe nahe Kundus

Wenige Tage vor der Bundestagsabstimmung über die Verlängerung des ISAF-Mandats der Bundeswehr werden die deutschen Soldaten verstärkt zum Ziel von Anschlägen in Afghanistan. Am Sonntagabend schlugen in Berlin vier Raketen in das Feldlager der Bundeswehr im nordafghanischen Kundus ein, wie das Verteidigungsministerium am Montag (8.10.2007) bekanntgab. Eines der Geschosse durchschlug das Küchengebäude, ohne jedoch zu explodieren. Im Gegensatz zum Anschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille am vergangenen Freitag wurde aber niemand verletzt, wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe sagte. Es sei auch zu einem Schusswechsel gekommen. Über die Identität der Angreifer, die flüchten konnten, wurden keine Angaben gemacht.

Raabe sagte vor der Bundespressekonferenz weiter, mit den Anschlägen solle die bevorstehende Bundestagsentscheidung am 12. Oktober beeinflusst werden. Es wird damit gerechnet, dass die große Mehrheit des Parlaments der Mandats-Verlängerung, zu dem auch der Einsatz der deutschen Tornados gehört, zustimmen wird.

Kämpfe in Ostafghanistan

Bei US-Luftangriffen im Osten des Landes kamen 16 Kämpfer eines usbekischen Kriegsherrn ums Leben. In der Provinz Urusgan, wo vor allem australische und niederländische Truppen stationiert sind, riss eine Bombe einen NATO-Soldaten in den Tod.

Die Angriffe der US-Truppen in der ostafghanischen Provinz Paktika am Sonntag richteten sich gegen Milizionäre des usbekischen Kriegsherrn Tahir Juldasch, der auf der Liste der meistgesuchten Personen in Afghanistan steht. Auf ihn ist ein Kopfgeld von 200.000 Dollar (140.000 Euro) ausgesetzt. Juldasch führt die Islamische Bewegung Usbekistans und ist Kommandeur des Terrornetzwerks Al Kaida.

In Urusgan wurden am Montag zwei niederländische Apache-Hubschrauber beschossen. Beide konnten sicher landen, verletzt wurde niemand. Bei einem Selbstmordanschlag auf einen NATO-Konvoi in der südafghanischen Provinz Helmand wurden zwei afghanische Kinder sowie ein Erwachsener verwundet. In Chost im Osten des Landes kam ein afghanisches Kind auf einem Trainingsgelände der ISAF-Schutztruppe ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Die näheren Umstände des Zwischenfalls waren zunächst nicht bekannt, wie die NATO erklärte. (sams)