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Radsport

Radprofi stirbt bei Unfall mit Krankenwagen

Ein weiterer tragischer Unfall erschüttert den Profiradsport: Nach dem Unfalltod von Michele Scarponi und dem Rennunfall von Chad Young verunglückt mit Mathieu Riebel ein dritter Radsportler binnen eines Jahres.

Mathieu Riebel (facebook/Mathieu Riebel)

Mathieu Riebel war eine Nachwuchshoffnung des französischen Radsports

Es muss ein Abenteuer für ihn gewesen sein: Stolz postete Mathieu Riebel Bilder und Videos aus Neukaledonien, die die bunte Schönheit der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe im Südpazifik zeigen. Drei Tage später war er tot. Riebel war ein französischer Nachwuchsradprofi und starb bei einem Zusammenstoß mit einem Krankenwagen bei der Neukaledonien-Rundfahrt. Der Unfall ereignete sich am Freitag während der 9. Etappe des Rennens, bei dem 61 Fahrer an den Start gingen.

Gedenkfahrt zu Ehren des verunglückten Riebel

Die Unfallursache ist noch nicht geklärt. Einer der Radfahrer soll eine Kurve geschnitten haben. Neben dem 20-jährigen Mathieu Riebel stürzte auch sein Teamkollege Erwan Brenterch (31). Er brach sich bei dem Unfall das Bein. Die Mannschaft Shell Pacific, zu der beide Fahrer gehören, war mit vier Fahrern an den Start gegangen. 

In einem Communiqué verkündete der Rennveranstalter, dass das Rennen mit einer neutralisierten Gedenkfahrt zu Ehren des verunglückten Mathieu Riebel fortgesetzt werden solle. Die Neukaledonien-Rundfahrt ist ein Zehn-Etappen-rennen über 870 Kilometer, das seit 1967 ausgetragen wird. Für den Profiradsport war es bereits der dritte Todesfall binnen eines Jahres: Im April wurde der Sieger des Giro d’Italia 2011, Michele Scarponi (Italien), von einem LKW überfahren, nur eine Woche starb der US-Amerikaner Chad Young bei einem Sturz während der Tour of the Gila (USA).

jw/sn (mit sid/dpa)

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