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Aktuell Welt

Rache der Al Kaida im Jemen

Die Armee des Jemen berichtete stolz, zwei Provinzen von der Al Kaida befreit zu haben. Drohnen-Angriffe bescheren den Terroristen große Verluste. Der Anschlag mit 45 Toten wird denn auch als Racheaktion gewertet.

Im Süden des Jemen sind mindestens 45 Menschen bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Bis zu 40 weitere Personen seien bei dem Attentat in Dschaar verletzt worden, teilten das Verteidigungsministerium und der Gouverneur der Provinz Abjan mit. Der Attentäter habe sich bei der Beerdigung eines Verwandten eines Kommandeurs der Volkskomitees in die Luft gesprengt, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP. Die Volkskomitees sind eine Miliz, die die regulären Streitkräfte im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Kaida unterstützen.

Ein Anwohner am Ort des Anschlags sagte, Al Kaida habe sich an den Volkskomitees für ihre Unterstützung bei der Rückeroberung der Stadt im Juni rächen wollen. Die Armee hatte Mitte Juni gemeldet, Dschaar und Sindschibar wieder unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Der Al-Kaida-Ableger "Partisanen der Scharia" hatte vergangenes Jahr die Schwächung der Regierung durch die Proteste gegen den damaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh genutzt, um ihre Macht im Süden und Osten auszubauen.

Im Osten des Jemen wurden fünf mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder beim Beschuss ihres Fahrzeugs durch eine Drohne getötet. Nahe des Dorfes Al-Kotn in der Region Hadramaut seien zwei Raketen auf den Geländewagen gefeuert worden, sagte ein Behördenvertreter AFP. Die USA haben die einzigen Drohnen in der Region. Die unbemannten Flugzeuge fliegen im Osten und Süden immer wieder Angriffe auf Al-Kaida-Kämpfer.

SC/ml (afp/dpa)