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Aktuell Afrika

Rückzug des Südsudan aus einem Ölgebiet

Die Afrikanische Union versucht, im blutigen Konflikt zwischen dem Sudan und dem Südsudan zu vermitteln. Auf Duck der Staatengemeinschaft zog der Süden nun die Polizei aus einem der umstrittenen Gebiete ab.

Der Südsudan hat sich nach Angaben der Afrikanischen Union (AU) aus der Region Abyei im umstrittenen ölreichen Grenzgebiet zum Sudan zurückgezogen. Die letzten Polizeieinheiten seien inzwischen aus dem Gebiet abgezogen worden, hieß es. Dies sei von den Interims-Sicherheitstruppen der Vereinten Nationen für Abyei (UNISFA) überwacht worden. Die AU appellierte an den Sudan, dem Beispiel zu folgen. Der Sudan hat noch mehrere hundert Soldaten in Abyei und dem Südsudan stationiert. Sie waren vor einem Jahr in die meisten der umstrittenen Grenzgebiete eingerückt.

Schwere Kämpfe im April

Bis Juli vergangenen Jahres war der Sudan noch das flächenmäßig größte Land Afrikas. Nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit mehr als zwei Millionen Toten hatte sich aber der rohstoffreiche und kaum erschlossene Süden mit eher schwarzer Bevölkerung vom arabisch dominierten Norden getrennt. Dabei blieb ungeklärt, wem die ölreichen Regionen im Grenzgebiet gehören - darunter die umstrittene Stadt Abyei.

Anfang April hatte der Südsudan das wichtige Ölfeld Heglig besetzt, das allgemein als Territorium des Nordens gilt. Daraufhin hatten sudanesische Kampfflugzeuge den Süden bombardiert. Es kam zu den schwersten Kämpfen seit der Unabhängigkeit des Südsudan.

Anfang Mai hatten die Vereinten Nationen den verfeindeten Nachbarn mit Sanktionen gedroht, sollten die afrikanischen Länder ihre Feindseligkeiten nicht sofort einstellen. Beobachter fürchten, dass der jahrzehntelange Konflikt wieder dauerhaft aufleben könnte.

hp/re (dpa, afp)