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Politik

Rücktritt Rumsfeld: Überwiegend verhaltene Reaktionen

Die internationalen Reaktionen auf den Rücktritt von Donald Rumsfeld reichen von euphorisch bis skeptisch. Eins ist jedoch klar: Es besteht eher verhaltene Hoffnung auf eine Kursänderung in der US- Politik.

Donald Rumsfeld neben US-Flagge

Für ihn ist es zu spät - Donald Rumsfeld

Erstes Opfer der republikanischen Niederlage bei den

Kongresswahlen war Donald Rumsfeld. Sein Rücktritt als Verteidigungsminister wird es US-Präsident George W. Bush erleichtern, den Kurs im Irak zu ändern. Die Mehrheit der internationalen Reaktionen auf den Abgang Rumsfelds zeigt, dass die Hoffnungen auf einen baldigen Kurswechsel in der USA nicht mehr unbegründet sind. Gleichzeitig wird aber vor zu viel Euphorie gewarnt.

Neuer Ansatz

Der Chef der Sozialisten im Europa-Parlament, Martin Schulz,
zeigte sich begeistert über den Wahlsieg der Demokraten und den damit verbundenen Rücktritt des Verteidigungsministers Donald Rumsfeld. "Es geht aus meiner persönlichen Sicht langsam ein Alptraum zu Ende, nicht nur für die Vereinigten Staaten sondern auch für die internationale Politik." Er sei froh, dass George W. Bush jetzt nicht mehr schalten und walten könne, wie er wolle.

Dagegen warnt der schwedische Außenminister Carl Bildt davor zu glauben, dass jetzt alles einfacher würde. Er hält eine Kursänderung der US-Politik als unmittelbare Konsequenz aus dem Sieg der Demokraten bei den Kongresswahlen und der Ablösung von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld für unwahrscheinlich. Laut Bildt gebe es allerdings "eine deutliche Tendenz in der amerikanischen Debatte, einen neuen Ansatz in der Irak-Politik zu suchen."

Bessere Zusammenarbeit

Der irakische Regierungssprecher Ali Al-Dabbagh meint, die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Regierung "sei nicht personenbezogen, man erhoffe sich sich für die zukünftige Zusammenarbeit jedoch bessere Absprachen mit der amerikanischen Regierung."

Stimmen, die den Rücktritt von Rumsfeld bedauern, hört man trotz allem eher selten. Australien möchte nach den Worten seines Ministerpräsidenten John Howard den US-Präsidenten drängen, trotz des Abgangs und der Wahlniederlage seiner republikanischen Partei an der gegenwärtigen Irak-Politik festzuhalten. Auch die afghanische Regierung sei "traurig, dass er zurückgetreten ist", so der Stabschef von Präsident Hamid Karsai, Dschawed Ludin, und dankte Rumsfeld für dessen Unterstützung. (tl)

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