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Ostmitteleuropa

Rückschlag für polnische Schulen in Litauen

- Vilnius hat für den Druck von polnischsprachigen Lehrbüchern angeblich kein Geld

Warschau, 16.1.2002, PAP, poln.

Wegen Geldmangels werden die Unterrichtsbücher für die beiden letzten Klassen der Schulen für nationale Minderheiten in Litauen, darunter polnische Schulen, nicht aus dem Litauischen übersetzt werden. Vertreter der polnischen Minderheit halten dies für eine Diskriminierung.

Die Entscheidung, die Unterrichtsbücher für die 11. und die 12. Klasse nicht aus dem Litauischen zu übersetzen, traf am Dienstag (15.1.) der Minister für Bildung und Wissenschaft Algirdas Monkeviczius. Er entschied auch, dass über das Abitur-Prüfungsfach in der Muttersprache in den Schulen nationaler Minderheiten die Abiturienten selbst und nicht wie bisher der Rat der Schule entscheidet. Die Änderungen, so das Bildungsressort, sollen "der Integration der Polen und Russen in die litauische Gesellschaft dienen". "Wir möchten, dass die Absolventen nichtlitauischer Schulen keine Probleme mit der Staatssprache haben", sagte Vizeminister Alvydas Poudziukas der Nachrichtenagentur PAP.

Nach Meinung des Vorsitzenden des Verbandes Polnischer Schulen in Litauen "Macierz Szkolna", Jozef Kwiatkowski, ist die Entscheidung des Bildungsministers in der Schulbuchfrage "diskriminierend und steht im Widerspruch zur Europäischen Konvention über den Schutz der Minderheitenrechte". (...) (TS)

  • Datum 16.01.2002
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