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Aktuell Welt

Rückschlag für IS-Terrormiliz

Die Angriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" gehen weiter. Es gibt Erfolge, aber der Kampf ist noch lange nicht entschieden. Möglicherweise sind die Extremisten auch im Besitz von Kampfjets.

Kurdische Kämpfer haben im Nordirak einen strategisch wichtigen Berg von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Nach Angaben der britischen BBC starben bei dem Gefecht mehr als 30 IS-Kämpfer. Die Kurden hätten Luftunterstützung durch die USA erhalten. Die US-Hilfe bedeute schon einen "großen Unterschied", erklärten die Kurden. Der Kommandeur der Eliteeinheit sagte dem Sender, der Erfolg sei wichtig, weil er ein Schritt zur Rückeroberung von Mossul sei. Die Stadt hatte die Miliz vor Monaten eingenommen.

USA fliegen mehr als 100 Angriffe

Das US-Zentralkommando teilte mit, in den vergangenen zwei Tagen sei die Terrormiliz erneut mit Kampfflugzeugen und Drohnen attackiert worden. Es seien mehrere Fahrzeuge zerstört und andere beschädigt worden. Insgesamt hätten die USA bisher 133 Angriffe geflogen.

Die US-Luftwaffe führte auch Angriffe an einer neuen Front im Irak durch. Ziel des Einsatzes am Sonntag sei es gewesen, den Haditha-Staudamm in der Provinz Anbar gegen die Dschihadisten der Gruppe Islamischer Staat (IS) zu verteidigen, teilte die US-Armee mit. Die US-Luftwaffe sei damit einer Bitte der irakischen Regierung nachgekommen. Die Angriffe dienten demnach auch der Unterstützung irakischer Sicherheitskräfte und sunnitischer Stämme, die den Staudamm verteidigten.

Zahlreiche Menschen kamen bei Luftangriffen der syrischen Armee auf eine Hochburg der IS-Miliz im Nordosten des Landes ums Leben. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete, allein beim Einschlag von Raketen nahe einer Bäckerei in der Stadt Al-Rakka seien 25 Menschen gestorben.

Mindestens 16 Opfer seien Zivilisten gewesen. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle berichtete zudem, auch unbemannte Aufklärungsflugzeuge seien über Al-Rakka geflogen. Die USA lassen seit einiger Zeit Drohnen über Syrien fliegen, um Informationen über die Terrormiliz zu sammeln.

Der "Islamische Staat" beherrscht neben Teilen des Iraks im Norden und Osten Syriens rund ein Drittel der Fläche des Landes. Al-Rakka ist eines der wichtigsten Zentren der Extremisten. Die syrische Armee hatte in der Nähe vor zwei Wochen den strategisch wichtigen Militärflughafen Al-Tabka an die Dschihadisten verloren. Er war die letzte Bastion des Regimes von Präsident Baschar al-Assad in der Provinz Al-Rakka. Seitdem greift die Armee verstärkt Ziele in der Region aus der Luft an.

Die syrische Stadt Raqqa nach der Einnahme durch den IS

Al-Rakka: Die Stadt im Nordosten Syriens ist ein Zentrum der IS-Milizen

Bei der Eroberung des Militärflughafens Al-Tabka fielen den Extremisten offenbar auch Kampfflugzeuge in die Hände. In einem im Internet aufgetauchten Video der Dschihadisten vom Flughafen sind mehrere Jets zu sehen. Die Bilder zeigen, wie IS-Kämpfer auf einer Maschine herumklettern. Ob die Flugzeuge noch einsatzbereit sind, ist unklar. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte nach der Eroberung des Flughafens berichtet, die syrische Armee habe alle Jets vor der Terrormiliz in Sicherheit bringen können.

haz/gmf (dpa, afp, rtr)