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Aktuell Europa

+++ Rückschau: Die lange Brexit-Nacht +++

Von der Schließung der Wahllokale bis zum Morgengrauen: Wie verlief in Großbritannien die Nacht bis zum Brexit? Hier können sie den ersten Teil unseres Live-Tickers noch einmal nachlesen.

05:00 Uhr: Auch der Chef der EU-feindlichen Partei Ukip, Nigel Farage, gibt sich angesichts der jüngsten Auszählungsergebnisse optimistisch. Auf Twitter schreibt er: "Ich wage es jetzt zu träumen, dass die Sonne über einem unabhängigen Vereinigten Königreich aufgeht."

04:58 Uhr: Der angesehenste britische Wahlforscher John Curtice sieht nach dem bisherigen Verlauf der Referendums-Nacht einen Brexit als wahrscheinlich an. "Das Leave-Lager ist jetzt der Favorit", sagte der BBC.

04:44 Uhr: Die Hälfte der 382 Wahlbezirke ist ausgezählt. Der Zwischenstand: 51,3 Prozent für, 48,7 Prozent gegen den EU-Austritt. Es bleibt weiterhin spannend.

04:36 Uhr: Mit 74,4 Prozent votieren die Einwohner Edinburghs deutlich für den Verbleib in der EU.

04:28 Uhr: Das britische Pfund fällt unter 1,40 Dollar.

04:00 Uhr: Das "Brexit"-Lager übernimmt wieder die Führung - mit 50,3 Prozent. Prognosen sind noch immer kaum möglich.

03:57 Uhr: Das bisherige Votum offenbart große regionale Unterschiede. So stimmten die meisten Städte aus dem Nordosten Englands mit großer Mehrheit für den Austritt aus der EU. Weite Teile Schottlands, die britische Hauptstadt sowie mehrere südenglische Städte sprachen sich hingegen für den Verbleib in der Staatengemeinschaft aus.

03:51 Uhr: "Was, wenn Großbritannien aus der EU austritt?" fragen sich viele Google-Nutzer.

03.31 Uhr: Oxford, Exeter und Glasgow stimmten unter anderem für den EU-Verbleib. Das Ergebnis verschiebt sich dadurch: Mit 50,7 Prozent liegt das "Remain"-Lager nun knapp vorn.

03.19 Uhr: Der Wettanbieter Betfair beziffert die Wahrscheinlichkeit für einen Brexit mittlerweile auf 63 Prozent. In den Tagen vor dem Referendum waren die Buchmacher davon ausgegangen, dass Großbritannien in der EU bleiben wird.

EU-Referendum in Großbritannien (Foto: Reuters)

Egal, wie das Referendum ausgeht: So innig wird das Verhältnis der Briten zur EU wohl nie werden

03:15 Uhr: An der Börse sorgt die Führung des Brexit-Lagers weiterhin für Unruhe: Das Pfund stürzte dramatisch ab. Binnen Minuten verlor die britische Währung mehr als vier US-Cent und notiert bei 1,4050 Dollar. Der japanische Nikkei fiel um drei Prozent.

03:12 Uhr: Nachdem 38 Wahlbezirke ausgezählt worden sind, liegen die EU-Gegner mit 53 Prozent vorne.

03:08 Uhr: In Wales führen bislang die Ausstiegs-Befürworter das Rennen um die meisten Stimmen: Flintshire und Swansea stimmten für den Ausstieg.

Video ansehen 00:38

Im Laufschritt: Wahlhelfer zählen die Stimmen unter Hochdruck aus

02:16 Uhr: Nach der Auszählung von zehn Wahlbezirken liegt das Brexit-Lager mit 53,7 Prozent deutlich vorne.

01:57 Uhr: Das erste Ergebnis aus Nordirland ist bekannt: In Foyle stimmten 78 Prozent für den Verbleib Großbritanniens in der EU.

01:50 Uhr: Der ehemalige Labour-Parteichef Ed Miliband sagte in einem Interview mit der BBC, dass einige Regionen, in denen die britischen Sozialdemokraten traditionell stark seien, "Bedenken wegen der Einwanderung" hätten. Viele Wähler hätten mit ihrem Votum "Unzufriedenheit mit der Regierung und Europa" ausgedrückt.

01:42 Uhr: Die Schotten zeigten sich offenbar weniger engagiert als bei ihrem Unabhängigkeitsreferendum. Wie die BBC berichtet, war die Wahlbeteiligung dort diesmal deutlich geringer.

Video ansehen 00:54

Brexit-Jubel in Sunderland

01:38 Uhr: Laut BBC haben im schottischen Clackmannanshire 58 Prozent für den EU-Verbleib gestimmt.

01:29 Uhr: Nach fünf ausgezählten Wahlkreisen sind die EU-Gegner mit 50,5 Prozent knapp vorne.

01:22 Uhr: UKIP-Chef Nigel Farage stellt bei einer Wahlparty von Anhängern der Brexit-Kampagne klar, dass er die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe. "Ich gebe mich nicht geschlagen", betont er.

01:18 Uhr: Der erste Wahlbezirk, in dem das Brexit-Lager gewinnt, heißt Sunderland. In der Stadt im Nordosten Englands war ein Sieg der EU-Gegner erwartet worden. Dieser fällt nun deutlich aus: 61,3 Prozent votierten für "Out", 39,7 Prozent für "In". Währungshändler reagieren geschockt: das Pfund stürzt von zuvor 1,50 Dollar auf 1,44 Dollar - eine extreme Kursbewegung.

00:37 Uhr: Als erster der 382 Wahlkreise hat beim EU-Referendum das britische Überseegebiet Gibraltar seine Ergebnisse bekanntgegeben. Die Bürger von Gibraltar haben sich mit einer überwältigenden Mehrheit von 95,6 Prozent für den Verbleib in der EU ausgesprochen. Die kleine Enklave an der Südspitze Spaniens sorgte in den sozialen Netzwerken für ironische Beiträge.

00:32 Uhr: Nachdem drei Wahlbezirke ausgezählt sind, liegt die Wählerbeteiligung bei 69,4 Prozent.

00:17 Uhr: Auch Boris Johnson, Wortführer des Brexit-Lagers, bedankt sich bei Wählern und Unterstützern. "Die Wahllokale haben jetzt geschlossen, der Demokratie ist genüge getan, wir erwarten das Urteil des Volkes. Dank an alle, die beteiligt waren, und alle, die gewählt haben", twitterte der ehemalige Londoner Bürgermeister

00.00 Uhr - Ungarns Regierungschef Viktor Orban verlangt von der EU und ihren Gremien einen "tiefgreifenden Wandel im Selbstverständnis". Unabhängig davon, wie das Referendum in Großbritannien ausgehe, müsse Europa "seine Lehren ziehen aus der Kritik von Millionen Bürgern, die von vielen Mitgliedstaaten geteilt wird", sagt Orban der "Bild"-Zeitung.

23:56 Uhr: Das zweitgrößte Marktforschungsinstitut Großbritanniens, Ipsos MORI, gibt die Ergebnisse seiner jüngsten Umfrage bekannt. Demnach liegt das Remain-Lager mit acht Prozentpunkten vor den Brexit-Befürwortern.

23:52 Uhr: Der Sender Sky news berichtet, die Wahlbeteiligung habe bei 83,7 Prozent gelegen. Seit 1950 hätten sich nicht mehr so viele Menschen an einer nationalen Abstimmung beteiligt.

23:39 Uhr: Unter einigen britischen Wählern herrschte in der Wahlkabine offenbar Verwirrung - nachdem die Gemeinde East Northamptonshire auf Twitter dazu aufgerufen hatte, Bleistifte statt Kugelschreiber für die Abstimmung zu benutzen. Die Tinte könne verwischen und den Wahlzettel ungültig machen, lautet die Begründung. Twitter-Nutzer riefen daraufhin scherzhaft den #pengate aus. Einige andere Gemeinden sahen gar die Notwendigkeit, die Sache auf Twitter klar zu stellen: Auch Kugelschreiber dürften natürlich benutzt werden.

23:33 Uhr: David Cameron bedankt sich auf Twitter bei allen Pro-EU-Wählern.

23:20 Uhr: 80 konservative Abgeordnete - darunter alle Minister der britischen Regierung - fordern von Premierminister David Cameron unabhängig vom Wahlausgang im Amt zu bleiben. Das berichtet der "Telegraph".

23:18 Uhr: Das britische Pfund steigt um 0,75 Prozent zum Dollar auf ein Sechs-Monats-Hoch von 1,4987 Dollar.

23:12 Uhr: Nigel Farage, der Vorsitzende der eurokritischen UK Independence Party (UKIP), sagte dem Sender Sky News: "Es sieht so aus, als sei die Wahlbeteiligung außerordentlich hoch und es scheint, als würden die EU-Befürworter knapp gewinnen."

23:05 Uhr: Das Meinungsforschungsinstitut YouGov veröffentlicht die Ergebnisse seiner Nachwahlbefragungen. Demnach sprachen sich 52 Prozent der britischen Wähler dafür aus, in der EU zu bleiben, und 48 Prozent dagegen. Die Befragung entspricht jedoch nicht den Kriterien einer klassischen Wahlprognose.

23:00 Uhr: Die Wahllokale schließen um 22 Uhr britischer Ortszeit. Nun beginnt die Auszählung der Stimmen in den 382 Wahlkreisen.

22:49 Uhr: Kurz vor Schließung der Wahllokale schaut die Welt gespannt auf London. DW-Reporter Georg Matthes ist live vor Ort.

22:48 Uhr: Der erste Wahlkreis gibt die Wahlbeteiligung bekannt: Im britischen Überseegebiet Gibraltar gaben 83,65 der Einwohner ihre Stimme ab.

22:41 Uhr: Heftige Regenfälle sorgten für ein Verkehrchaos in London und im Südosten Großbritanniens. Auf fast allen U-Bahn-Linien und mehreren Regionalzugverbindungen kam es zu Verspätungen und Ausfällen. Tausende Pendler mussten fürchten, nicht mehr rechtzeitig in den Wahllokalen zu sein.

22:38 Uhr: In or Out? 46,5 Millionen Wähler haben sich registrieren lassen, um eine Entscheidung über den Verbleib oder den Austritt Großbritanniens aus der EU zu treffen. Die Wahllokale waren gut besucht - trotz widriger Wetterverhältnisse.

22:00 Noch eine Stunde bis zur Schließung der Wahllokale: Beide Lager mobilisieren noch einmal ihre letzten Kräfte und rufen über soziale Netzwerke die Briten auf, ihre Stimme im Referendum abzugeben.

nin/mak (dpa, afp, rtr)

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