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Wirtschaft

Rückrufaktion für japanische Autos

Drei führende japanische Autohersteller haben einen Massenrückruf von Fahrzeugen ausgeweitet. Honda, Nissan und Mitsubishi beorderten weltweit mehr als eine halbe Million Autos in die Werkstätten zurück.

Sie folgten damit dem Branchenprimus Toyota, der vergangene Woche angekündigt hatte, Airbags bei weiteren 185.000 Fahrzeugen vorsichtshalber auszutauschen. Insgesamt sind damit seit 2008 rund 20 Millionen Fahrzeuge mit Takata-Airbags von Rückruf-Aktionen betroffen, darunter auch Autos von Herstellern außerhalb Japans wie BMW und Ford.

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Wieder Massenrückruf bei Toyota (09.04.2014)

Die drei japanischen Autobauer kündigten an, die Gasgeneratoren auszutauschen, mit denen die Luftkissen aufgeblasen werden. Die Explosion eines solchen Airbag-Inflators in einem Toyota-Model aus dem Jahr 2003 auf einem Schrottplatz in Japan im vergangenen Monat war Auslöser der jüngsten Rückrufe.

Immer Ärger mit den Airbags

Takata stellt weltweit jeden fünften Airbag her. Wegen Problemen mit den Luftkissen kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Größter Takata-Kunde ist Honda. Etwa 13,4 Millionen aller zurückgerufenen Fahrzeuge sind Autos des Konzerns. Eine Sprecherin sagte, der Autobauer müsse weitere Mittel zur Seite legen, um die Kosten des jüngsten Rückrufs zu decken. Eine Summe wollte sie nicht nennen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass Takata Schuld sei an den Airbag-Problemen, werde sich Honda darum bemühen, das Geld von dem Airbag-Hersteller teilweise oder ganz zurückzubekommen.

Honda ist seit mehr als 50 Jahren Kunde bei Takata und am stärksten betroffen. Auch Mazda oder Toyota, die US-Konzerne General Motors, Chrysler und Ford sowie BMW haben bereits Autos wegen der Probleme mit Takata-Airbags zurückgerufen. Anwälte gehen von fünf Todesopfern in Amerika und einem in Malaysia aus.

In Amerika wollen mehrere Autobauer eine gemeinsame Untersuchung auf den Weg bringen, um das Ausmaß der Airbag-Krise zu ermitteln. Am Donnerstag wollten sich Vertreter von Honda, Toyota, Chrysler, Ford, Nissan, Subaru, Mitsubishi, Mazda und BMW deshalb in der Autohochburg Detroit treffen, wie das Fachblatt "Automotive News" unter Berufung auf zwei informierte Quellen berichtete.

dk/ul (dpa/rtr)

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