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Kultur

Rückgabeforderungen schröpfen Uni-Bibliothek Halle/Saale

Die Universitäts- und Landesbibliothek in Halle muss einem Zeitungsbericht zufolge zehntausende zum Teil seltene und wertvolle Büchern an Alteigentümer zurückgeben. Noch in dieser Woche sollen die ersten gut 1.300 Bände an den Nachfahren eines ehemaligen Gutsbesitzers aus dem Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt überreicht werden, heißt es in der "Mitteldeutschen Zeitung" (13.12.). Nach Schätzungen der Bibliothek sind insgesamt rund 250.000 Bücher mit Rückübertragungsansprüchen belastet. Um diese zu ermitteln, müssten rund zwei Millionen Bände einzeln begutachtet werden. Das sei mehr als ein Drittel des Gesamtbestandes.

Die Bibliotheksleitung hatte dem Bericht zufolge erst nach langem Zögern Anfang dieses Jahres der Aufarbeitung ihres Altbestandes zugestimmt. Bislang wurden dem Bericht zufolge 860.000 Bücher überprüft, von denen 46.000 von Alteigentümern stammen. Von 200 ehemaligen Besitzern lägen Anträge auf eine Rückübertragung vor. Unabhängig davon, wie viele Bücher letztlich zurückgegeben werden müssen, spricht die Bibliothek schon jetzt von einem großen Verlust. Es handele sich um Literatur, die künftig weder für Forschung und Lehre noch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werde, hieß es.

  • Datum 13.12.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/7bwi
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