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Frankreich

Rückendeckung für Kandidat François Fillon

Die Justiz ermittelt gegen ihn wegen mutmaßlicher Vetternwirtschaft. Die Wähler laufen weg. Die französischen Konservativen halten dennoch an ihrem Präsidentschaftskandidaten Fillon fest.

Nach Tagen heftiger und kontroverser Debatten haben sich die französischen Konservativen einmütig hinter ihren angeschlagenen Präsidentschaftskandidaten François Fillon (Archivbild) gestellt. Das politische Komitee der Republikaner-Partei erneuerte einstimmig seine Unterstützung für den 62-Jährigen, wie Senatspräsident Gérard Larcher im Anschluss an die Beratungen des Parteigremiums vor Journalisten sagte. "Die Republikaner stehen damit zusammen und entschlossen hinter François Fillon", betonte Larcher.

Das Treffen des Komitees - in dem die zentralen Lager der Partei vertreten sind - war angesetzt worden, um über die schwierige Lage von Fillons Kandidatur zu sprechen. Zahlreiche Politiker aus seiner eigenen Partei hatten in den vergangenen Tagen dessen Rücktritt gefordert. Der lange als möglicher Ersatzkandidat gehandelte frühere Premierminister Alain Juppé hatte eine Bewerbung vor dem Parteitreffen endgültig ausgeschlossen.

Derzeit nur Platz drei

Fillon ist wegen einer Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Ehefrau und zwei seiner Kinder in schwere Bedrängnis geraten: Die Justiz ermittelt wegen der mutmaßlichen Veruntreuung von Staatsgeldern. In den Meinungsumfragen verliert Fillon stetig an Zustimmung. Derzeit würde er in der ersten Wahlrunde am 23. April hinter der Rechtsextremistin Marine Le Pen und dem Sozialliberalen Emmanuel Macron nur auf dem dritten Platz landen und es damit nicht in die Stichwahl um die Präsidentschaft am 7. Mai schaffen.

wl/jj (afp, dpa)

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