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Kultur

Rückblick: Rock & Pop 2001

Altstars neben Comebacks und Newcomern: Das vergangene Musikjahr hatte es in sich.

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No Angels: Popstars aus der Fernsehretorte

2001 wird als Krisenjahr in die Annalen eingehen, in dem die
Industrie angesichts eingebrochener Umsätze nicht immer
verbraucherfreundliche Maßnahmen gegen die neue Form des "Schwarzbrennens" beschloss. Ob die diversen seit der zweiten Jahreshälfte eingeführten Kopierschutzsysteme die CD-Verkäufe wieder steigen lassen, wird nach dem Schock des 11. Septembers wohl erst das neue Jahr zeigen.

Überschattet wurde das Musik-Jahr 2001 auch von mehreren
Todesfällen. Die Sängerinnen Aaliyah und Melanie Thornton starben bei Flugzeugabstürzen. Der frühere Beatles-Gitarrist George Harrison erlag am 29. November einem Krebsleiden. Traurig und schön zugleich: Der Erfolg von Eva Cassidy. Ihr Album "Songbird" erreichte die Charts - fünf Jahre nachdem die Sängerin im Alter von 33 Jahren an Hautkrebs gestorben war.

2001 war auch das Jahr, in dem harte Rock-Musik unter der
Bezeichnung Nu-Rock wieder in großem Umfang hitparadenfähig wurde. Über allem strahlt der Stern von Limp Bizkit. Die Band um den charismatischen Frontmann Fred Durst brachte es sowohl mit ihrem Album "Chocolate Starfish and the Hotdog Flavored Water" als auch mit dem Remix-Album "New Old Songs" ganz nach oben in den Charts und
kassierte zudem reichlich Auszeichnungen. Im Fahrwasser von Limp Bizkit kamen auch Bands wie Crazy Town, Linkin Park oder Staind zum Erfolg. Sogar das eher schwer-verdauliche Album der amerikanischen Metalband Tool erreichte Spitzenpositionen in den Charts.

Zeichentrickband Gorillaz überrascht

Eher bescheiden dagegen die Erfolge der britischen Bands. In der Champions League der Musikinterpreten konnte sich neben Travis lediglich die animierte Comic-Band Gorillaz behaupten. Bei dem Projekt von Blur-Sänger Damon Albarn und Zeichner Jamie Hewlett traten die realen Musiker zurück hinter die Charaktere der Zeichentrick-Figuren, die in den Videos mit einem alten Jeep durch apokalyptische Landschaften rasten und dabei ihre krude und nicht offensichtlich massenkompatible Mischung aus Pop, HipHop,
Dub-Reggae, Punk und Latino zum besten geben.

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