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Nahost

Rückblick auf Saddams Herrschaft

Fast 25 Jahre lang stand Saddam Hussein an der Spitze des irakischen Regimes. Nun scheint seine Machtperiode am Ende zu sein - wenn er überhaupt noch lebt. Saddams Herrschaftszeit im Überblick.

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Ausstellungen mit Saddam-Bildern wird es in Bagdad wohl nicht so bald wieder geben

16. Juli 1979: Saddam Hussein wird Staatschef, Generalsekretär der herrschenden Baath-Partei und Präsident des revolutionären Kommandorats. Er löst damit Ahmad Hassan el Bakr an der Spitze des irakischen Staates ab.

22. September 1980: Der Krieg gegen den Iran beginnt.

16. März 1988: Die irakische Armee bombardiert die kurdische Stadt Halabdscha mit Giftgas. Mehr als 5000 Einwohner werden getötet.

20. August 1988: Waffenstillstand mit dem Iran. Auf irakischer Seite starben in dem Krieg gegen das Nachbarland rund 300.000 Menschen.

2. August 1990: Irakische Truppen marschieren in Kuwait ein.

6. August 1990: Die Vereinten Nationen (UN) verhängen ein Embargo gegen den Irak.

25. August 1990: Die UN autorisieren die Anwendung von Gewalt, um den Irak aus Kuwait zu vertreiben.

17. Januar 1991: Beginn des militärischen Angriffs "Operation Wüstensturm". Am Golfkrieg beteiligen sich neben den USA auch Russland und zahlreiche arabische Staaten.

27. Februar 1991: Befreiung Kuwaits. Tags darauf akzeptiert Bagdad einen Waffenstillstand.

7. März 1991: Nach der Niederschlagung von Aufständen der Schiiten im Süden und der Kurden im Norden durch die irakische Regierung verhängen die Golfkriegsallierten ein Flugverbot über den Nordirak.

27. August 1992: Auch der Süden des Iraks wird Flugverbotszone.

13. bis 18. Januar 1993: US-Luftangriffe im Süden des Iraks und auf eine Fabrik im Großraum Bagdad. Dabei werden nach irakischen Angaben 44 Menschen getötet.

27. Juni 1993: Die USA feuern 23 Marschflugkörper auf die Geheimdienstzentrale in Bagdad ab, um sich für ein mutmaßliches Attentat auf den ehemaligen US-Präsidenten George Bush zu rächen. Sechs Zivilisten werden getötet.

10. November 1994: Bagdad erkennt Kuwait und seine Grenzen offiziell an.

14. April 1995: Die irakische Führung weist die UN-Resolution 986, die das Programm "Öl für Lebensmittel" vorsieht, zurück.

8. August 1995: Saddam Husseins Schwiegersohn Hussein Kamel Hassan setzt sich nach Jordanien ab. Im Februar 1996 wird er bei seiner Rückkehr in den Irak ermordet.

15. Oktober 1995: Bei einer angeblichen Volksabstimmung wird Saddam Hussein mit 99,96 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

20. Mai 1996: Das UN-Embargo wird gelockert.

13. November 1997: Der Irak weist US-Mitglieder der UN-Abrüstungskommission aus.

17. Dezember 1999: Die UN-Resolution 1284 errichtet ein neues Rüstungskontrollregime.

22. Mai 2001: Die USA und Großbritannien schlagen eine Lockerung der Sanktionen auf zivile Güter bei gleichzeitiger Verschärfung der Kontrollen auf Rüstungsimporte vor. Der Irak lehnt den Vorschlag im Oktober ab.

15. Oktober 2002: Saddam Hussein wird nach Angaben seines Regimes mit 100 Prozent der Stimmen bei einer angeblichen Wahlbeteiligung von 100 Prozent auf sieben Jahre als Staatschef "wiedergewählt".

27. November 2002: Die UN-Inspektionen werden wieder aufgenommen.

7. Dezember 2002: Saddam Hussein entschuldigt sich beim kuwaitischen Volk für die Invasion von 1990.

17. März 2003: US-Präsident George W. Bush fordert Saddam Hussein ultimativ auf, binnen 48 Stunden ins Exil zu gehen.

20. März 2003: Die US-geführten Streitkräfte marschieren in den Irak ein.

9. April 2003: Die US-Truppen stehen im Zentrum Bagdads. Es ist ungewiss, ob Saddam Hussein noch am Leben ist und wo er sich aufhält. (kap)