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Wirtschaft

Rückblick auf die Börsenwochen vom 25. bis 28. März 2002: Die Unentschlossenheit hält an

Eigentlich hatten sich die Börsianer auf einen ruhigen Handelsausklang vor Ostern eingestellt. Der unerwartet starke Anstieg des US-Verbrauchervertrauens am Dienstag führte jedoch zu Kurssteigerungen an den amerikanischen Aktienmärkten. Im Schlepptau von Wallstreet tendierten auch die Börsen diesseits des Atlantiks freundlich. Der US-Verbraucherindex verzeichnete den stärksten Anstieg seit 25 Jahren. Die Anleger stellten sich nun die Frage, ob sie vor den Feiertagen noch investieren sollten oder besser nicht. Denn unmittelbar nach Ostern beginnt in den USA die Quartalsberichterstattung der Unternehmen. Offensichtlich konnten sich die Anleger nicht wirklich entschieden: Am Ende der verkürzten Osterwoche standen DAX und Nemax ungefähr da, wo sie die Woche begonnen hatten.

Es herrscht weiterhin Angst vor einer bevorstehenden Zinserhöhung im Lauf dieses Jahres. Zudem spekulieren einige Pessimisten bereits jetzt wieder auf negative Überraschungen von Unternehmensseite. Analysten der Commerzbank erwarten daher in den kommenden Wochen ein Wechselspiel von konjunkturbedingter Euphorie, Sorge vor schwächeren Unternehmenszahlen sowie Zinsängsten. Historisch gesehen ist der April einer der Börsenmonate mit den größten Kurssteigerungen. Dies könnte psychologisch bedingt die Märkte in den kommenden Wochen tragen. Außerdem ist mit dem Windkraftunternehmen Repower der erste Börsengang am Neuen Markt in diesem Jahr erfolgreich verlaufen.

Die Entwicklung am Rentenmarkt bestimmten in dieser Woche verschiedene Faktoren. Nach der Bekanntgabe einer leicht gestiegenen Teuerungsrate in Deutschland wurden Inflationssorgen wieder lauter. Bundesbankpräsident Welteke hält die Politik der ruhigen Hand der EZB für angemessen. Risiken sieht er insbesondere in der Entwicklung des Ölpreises und in überhöhten Lohnforderungen der Gewerkschaften. Obwohl das US-Verbrauchervertrauen und der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex in dieser Woche positiv überraschten, reagierten die Rentenmärkte nicht - wie erwartet - mit fallenden, sondern mit steigenden Kursen.

  • Datum 28.03.2002
  • Autorin/Autor A.B. / Agenturen
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  • Permalink http://p.dw.com/p/22X8
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