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Wirtschaft

Rösler kämpft für Freihandelszone

Bundeswirtschaftsminister Rösler hat sich bei seinem Besuch in Indien für eine Freihandelszone zwischen der EU und Indien stark gemacht. Die Verhandlungen liegen seit Jahren auf Eis.

"Indien ist ein großer, ein wichtiger, ein wachsender Markt", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in der indischen Hauptstadt New Dehli. Daher sei es wünschenswert, den Handel der EU mit dem asiatischen Land durch die Errichtung einer Freihandelszone zu erleichtern. Das sei wichtig für die EU, damit "wir nicht zu kurz kommen im Vergleich mit China und den Vereinigten Staaten", so der Minister.

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Sprung in die Moderne

Röslers indischer Amtskollege Anand Sharma zeigte sich zuversichtlich, dass es zu einer Einigung zwischen seinem Land und der Europäischen Union kommen wird. "Was wir auf dem Tisch liegen haben, ist bereits ziemlich tragfähig", so Sharma und verwies auf den 8. November. An diesem Tag sollen Verhandlungen in Brüssel aufgenommen werden. Würden die Unterhändler eine Einigung erzielen, könnten sich die Minister  zur Jahreswende noch einmal treffen.

"Ein zäher Prozess"

Indien und die EU verhandeln bereits seit sechs Jahren erfolglos über eine Freihandelszone. Besonders beim Abbau von Zollschranken hatten sich die Kontrahenten bislang nicht einigen können. Minister Rösler sprach dies in Indien an und beklagte, die Gespräche seien bislang "ein zäher Prozess" gewesen.

In New Dehli findet bis zum Wochenende die Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft statt. Auf diesem Forum wiederholte Rösler seine Vorstellungen von einer verstärkten Zusammenarbeit mit Indien. Deutschen Firmen sollte es erleichtert werden, auf dem asiatischen Subkontinent Fuß zu fassen. Dazu müssten aber noch Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Rösler nannte dabei "verkrustete Strukturen" und die Korruption in Indien.

dk/uh(dpa/dpad) 

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