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Kultur

Römisches Theater in Jerusalem freigelegt

Israelische Archäologen haben bei Ausgrabungen in Jerusalem eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht: Unter einem freigelegten Abschnitt der Klagemauer stießen sie auf ein Theater aus spätrömischer Zeit.

Bei Ausgrabungsarbeiten sind Archäologen in Jerusalem überraschend auf einen Rundbau aus der Römerzeit gestoßen. Die israelische Altertumsbehörde gab nun bekannt, dass es sich bei dem Bauwerk um ein römisches Theater handelt. Für die Archäologen sei dies eine außergewöhnlicher Entdeckung. Bisher war die Suche nach öffentlichen Gebäuden, die in schriftlichen Quellen aus dem Jahr 70 nach Christus Erwähnung fanden, erfolglos geblieben.

Geheimnis gelüftet

Durch einen Zufall stießen die Archäologen nun auf das römische Theater. Eigentlich waren die Forscher mit Freilegungen eines Abschnitts der Klagemauer zugange. Sie vermuteten, unterhalb der Mauer auf eine römische Straße zu stoßen, so der Archäologe Joe Uziel an der Ausgrabungsstelle. Man habe jedoch nicht damit gerechnet, bei den Ausgrabungen das "Geheimnis von Jerusalems verlorenem Theater" zu lüften.

Archäologe Joe Uziel präsentiert Sensationsfund

Archäologe Joe Uziel präsentiert den Sensationsfund

Für etwa 200 Menschen sei in dem Theater Platz gewesen, erklärte die Altertumsbehörde. Damit ist das Bauwerk deutlich kleiner als andere römische Theater, wie zum Beispiel die Arena von Verona in Italien, die zu römischer Zeit mehr als 30.000 Zuschauer fasste. Für die israelischen Archäologen ist der Fund dennoch von großer Bedeutung. Das freigelegte Teilstück der Klagemauer war 1700 Jahre lang mit acht Metern Erde bedeckt gewesen.

pr/rey (dpa, afpd)