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Moselfränkisch

Römer, Wein und Japaner

Sanfte Hügel, dichte Wälder und Weinstöcke – die Region an der Mosel wird oft als deutsche Toskana bezeichnet. Kein Wunder, dass viele zuerst an Wein und Dolce Vita denken und gerne einen Ausflug an die Mosel machen.

Zwischen Koblenz und Luxemburg, auf beiden Seiten der Mosel, und in großen Teilen der Eifel – da leben sie, die Moselfranken. Jahrhunderte lang hatten sie ihre Ruhe und lebten ein entspanntes Leben mit Weinanbau und Weinfesten. Denn die Region lag abseits der großen Handelswege und galt darum als ein wenig rückständig.

Der Trierer Dom und die Liebfrauenkirche

Mitten ins Herz
Ins Blickfeld geriet das Gebiet nur zu Kriegszeiten, wenn Deutsche und Franzosen in der Eifel und entlang der Mosel um jeden Quadratkilometer erbitterte Kämpfe führten. Das ist lange her. Heute liegt die Region sozusagen im Herzen Europas, in direkter Nachbarschaft zu Frankreich, Luxemburg und Belgien.

Und mit der Ruhe ist es auch vorbei. Denn Ausflügler haben das schöne Moselufer längst entdeckt. Touristen pilgern zu den malerischen kleinen Dörfern, mit engen Gassen und den charakteristischen schiefergedeckten Häusern. Besonders am Wochenende schippern auf der Mosel viele kleine Ausflugsschiffchen.

Müßiggang an der Mosel
Fast alle Schiffe halten in Bernkastel- Kues und spucken Menschen aus der ganzen Welt am Ufer der Mosel aus. Denn der Weinort ist bekannt für seine Gemütlichkeit. Hier können sich erschöpfte Japaner und Amerikaner, die Deutschland in fünf Tagen kennenlernen wollen, eine Weile lang treiben lassen und entspannen.

Die Kaisertherme in Trier

Immer wieder gibt es hier Weinfeste, wo Einheimische und Touristen zusammen feiern und natürlich das eine oder andere Gläschen Moselwein trinken. Manchmal auch zuviel … Kein Wunder, denn der Moselwein ist weltbekannt. Seit Jahrhunderten dreht sich alles in der Region um Weinanbau und Weinverkauf.

Römische Wurzeln
Das Kontrastprogramm zur üppigen Vegetation an der Mosel ist Trier – die heimliche Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt Moselfrankens. Trier ist zugleich die älteste Stadt Deutschlands, und das sieht man an zahlreichen Relikten aus der Römerzeit, zum Beispiel an der Porta Nigra, dem Wahrzeichen Triers.

Die Eingangshalle des Karl-Marx-Museums in Trier

Neben römischen Thermen und dem antiken Amphitheater hat Trier mit dem mittelalterlichen Dom, in dem das angebliche Leichentuch Jesu Unmengen von Pilgern anlockt, und dem zum Museum umfunktionierten Geburtshaus von Karl Marx Sehenswürdigkeiten aus zwei Jahrtausenden zu bieten.

Liebe auf Moselfränkisch
Egal ob Dorf oder Stadt: Wer sich nicht nur in die Landschaft oder die kulturellen Schätze an der Mosel, sondern auch in einen waschechten Moselfranken verliebt, der sollte vor allem eines wissen: "Ich liebe dich" heißt auf Moselfränkisch unverwechselbar "aisch hönn disch gear."

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