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Reise

Römer, Fürsten und Touristen

"Roma Secunda", das zweite Rom. So wurde Trier im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus genannt. Wer die Stadt heute besucht, stolpert im wahrsten Sinne des Wortes an fast jeder Ecke über die Spuren jener fernen Zeit.

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Die Porta Nigra in Trier

Kaiserthermen in Trier

Die Kaiserthermen in Trier

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Kaiser Augustus gründete "Augusta Treverorum" im Jahr 16 vor Christus. Eine über 2000-jährige Geschichte mit Denkmälern in der ganzen Stadt lockt ungeheure Touristenmassen an.

Bis ins 5. Jahrhundert war Trier die Hauptstadt des weströmischen Reiches. Entsprechend monumental sind die erhaltenen Bauten: das 30.000 Menschen fassende Amphitheater und die weitläufigen Thermen, das Nordtor der römischen Stadtmauer, die heutige Porta Nigra, und die riesige Halle der Basilika, die nach der Eroberung durch die Franken Königsresidenz wurde. Das Trier der Spätantike war eine pulsierende Großstadt, ein Verkehrs- und Handelszentrum mit Straßen- und Flussverbindungen zu allen Regionen Europas.

Von der Metropole zur Provinz

Dom und Liebfrauen in Trier

Gemeinsam mit der Liebfrauenkirche (rechts) prägt der Dom das Stadtbild

Nach Abzug der Römer war die Stadt über Jahrhunderte hinweg eines der bedeutendsten kirchlichen und weltlichen Zentren. Die Erzbischöfe von Trier waren gleichzeitig Kurfürsten, die den Kaiser wählten und auf den Reichstagen eine wichtige Stimme bei politischen Entscheidungen hatten. Macht und Einfluss lassen sich an prunkvollen romanischen und gotischen Sakralbauten und auch an Palästen aus der Renaissance, dem Barock und des Rokoko heute noch ablesen.

Nach den französischen Revolutionskriegen wurde Trier zur Bezirksstadt im hintersten Zipfel der Rheinprovinz, weit entfernt vom preußischen Herrschaftszentrum in Berlin. Für die große Industrie, die im 19. Jahrhundert woanders für neuen Aufschwung sorgte, fehlten in Trier die Voraussetzungen.

Karl Marx - ein Trierer

Portrait von Karl Marx

Portrait von Karl Marx

Ein Ereignis von weitreichender historischer Bedeutung gab es aber doch noch: die Geburt von Karl Marx. 1818 wurde der Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus in dieser Stadt geboren. Gleich nach seinem Abitur 1835 verließ er Trier. Berlin, Köln, Paris, Brüssel und London wurden die Stätten seiner Studien und seiner politischen und publizistischen Aktivitäten. In der Brückenstraße befindet sich das Geburtshaus von Karl Marx, das heute als Museum und Forschungsstelle dient.

Steipe in Trier Markt

Der Hauptmarkt ist Stadtzentrum seit dem Mittelalter

Keine industrielle Infrastruktur - das ersparte Trier weitreichende Zerstörungen in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, wie sie viele andere Städte mit kriegswichtigen Fabrikanlagen erfahren mussten. Und das wiederum kommt dem Tourismus zugute. (pg)

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