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Wirtschaft

Rätselraten um US-Zinswende hält an

Von der Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed hatten sich Finanzmarktakteure Aufschluss über den Zeitpunkt einer Zinserhöhung erhofft. Jetzt ist die Unsicherheit eher gewachsen.

Im geldpolitischen Ausschuss der US-Notenbank herrscht Uneinigkeit über den Zeitpunkt für die erste Zinserhöhung nach der Finanzkrise. Während mehrere Mitglieder sich für eine Leitzinserhöhung im Juni aussprachen, forderten andere Mitglieder einen späteren Schritt, wie es in dem am Mittwoch veröffentlichen Protokoll zur Sitzung vom 17. und 18. März heißt.

Die Befürworter einer späteren Erhöhung verwiesen auf den gesunkenen Ölpreis und den starken Dollarkurs. Beides dämpfe die Inflation. Mehrere Teilnehmer äußerten dagegen der Aufzeichnung zufolge die Einschätzung, dass zu erwartende Konjunkturdaten eine Erhöhung des Leitsatzes im Juni rechtfertigen würden. Auch diejenigen, die eher unsicher waren, hätten den Eindruck gehabt, dass sich die Wirtschaftslage verbessert habe und zwar so weit, dass die Fed nun von Sitzung zu Sitzung einen solchen Schritt prüfen könne.

Die US-Notenbank hält den Leitzins bereits seit Ende 2008, als die globale Finanzkrise ihren Höhepunkt hatte, auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. An den Finanzmärkten wird seit Monaten über den Zeitpunkt der Leitzinsanhebung in den USA spekuliert, von der gravierende Auswirkungen auf die internationalen Zahlungsströme erwartet werden.

dk/sc (rtr/dpa)