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Aktuell Nahost

Rätselraten um drei verschwundene Jugendliche im Westjordanland

Im Westjordanland werden seit Donnerstag drei israelische Jugendliche vermisst. Eine großangelegte Suchaktion blieb erfolglos. Mittlerweile wird auch eine Entführung durch militante Palästinenser nicht ausgeschlossen.

Die drei Religionsstudenten im Alter von 17 bis 19 Jahren waren Medienberichten zufolge zuletzt am Donnerstagabend gesehen worden, als sie die Jeschiva-Schule in der Gegend von Gusch Ezion verlassen hatten, um per Anhalter zurück nach Jerusalem zu fahren. Seitdem fehlt von den Teenagern jede Spur. Soldaten durchkämmten das Gebiet auf der Suche nach den Vermissten und durchsuchten auch einige Häuser in der Stadt Hebron - bislang jedoch ohne Erfolg.

In israelischen Medien wird mittlerweile darüber spekuliert, dass die Jugendlichen von Palästinensern entführt worden sein könnten. Diese Befürchtung teilt auch die Regierung. Premierminister Benjamin Netanjahu versammelte am Freitag Minister und Militärs zu einer Dringlichkeitssitzung im Armeehauptquartier in Tel Aviv. Über sein Büro ließ Netanjahu mitteilen, dass sein Land die Palästinenserbehörde als verantwortlich für das Schicksal der Vermissten sieht.

Die Situation wird durch die jüngsten Spannungen zwischen Israel und der Palästinenserbehörde verschärft. Am Mittwoch wurde ein Bewohner des Gazastreifens bei einem Luftangriff der israelischen Armee getötet. Zudem boykottiert Israel die Anfang Juni vereidigte Einheitsregierung von Fatah und Hamas.

djo/gmf (dpa, AFP, AP)