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Asien

Rätselraten über Nordkoreas Strategie

Mehrere Millionen Nordkoreaner sind dringend auf Lebensmittelhilfe aus den USA angewiesen. Aber die Regierung in Pjöngjang möchte von Washington keine Unterstützung mehr annehmen. Die Lieferungen sind deshalb gestoppt.

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Plant Nordkorea den Test einer Langstreckenrakete?

Seit Jahren ist Nordkorea aufgrund von Misswirtschaft und nach einer Reihe von Naturkatastrophen auf Hilfe von außen angewiesen. Allein in diesem Jahr fehlen dem ostasiatischen Land nach Angaben der südkoreanischen Regierung fast 1,2 Millionen Tonnen Lebensmittel. Eigentlich hatten die USA zugesagt, 500.000 Tonnen Nahrung bereit zu stellen, zum Großteil über das Welternährungsprogramm, teilweise aber auch durch private Organisationen. 169.000 Tonnen davon sind bereits geliefert worden. "Es handelt sich um ein Programm, das darauf abzielt, der notleidenden Bevölkerung zu helfen" - so der Sprecher des US-Außenministeriums, Robert Wood. Das aber scheint für Pjöngjang kein Grund zu sein, an diesem Programm festzuhalten. In dieser Woche ließ die kommunistische Regierung verlauten, sie wolle keine Nahrungshilfen mehr aus den Vereinigten Staaten. Eine Begründung für die Entscheidung hat es nach Angaben aus Washington nicht gegeben.

Nordkorea Rakete Militärparade in Pyongyang

Demonstration der eigenen Stärke in Pjöngjang bei einer Militärparadde 2007

Pjöngjang lässt (mal wieder) die Muskeln spielen

Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben sich in den vergangenen Tagen erhöht. Grund dafür ist die jüngste Ankündigung Nordkoreas, im April einen eigenen Satelliten ins All zu schießen. Die USA werten das als "provokativen Akt" und forderten Pjöngjang umgehend auf, auf den Start zu verzichten. Die USA, Südkorea und Japan vermuten, dass es sich dabei tatsächlich um den Start einer Langstreckenrakete handelt. Und die könnte theoretisch auch amerikanisches Territorium erreichen.

Japan bereitet sich auf Raketenstart vor

Japan neue Regierung Ministerpräsident Taro Aso

Verbale Drohgebärden von Japans Regierungschef Taro Aso

Wir erwägen verschiedene Maßnahmen, um im Fall des Falles Raketenteile abzufangen" - verlautete unterdessen aus Japan. Wie Verteidigungsminister Yasukazu Hamada ankündigte, erwägt Tokio die Verlegung von Abfangraketen an die Nordküste. So könnten einige der sechs Batterien von Patriot-Raketen aus dem Großraum der Hauptstadt verlagert werden. Eine UN-Sicherheitsresolution von 2006 verbietet Pjöngjang ballistische Raketentests. Die USA, Südkorea und Japan haben dem Regime in Pjöngjang bereits mit Konsequenzen gedroht. Der japanische Ministerpräsident Taro Aso bekräftigte an diesem Donnerstag (19.03.2009), Japan könne weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängen. Außerdem plane Tokio, das Thema vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen. "

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