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Aktuell Asien

Rätselhafte Passagiere auf Flug MH370

Ohne Vorwarnung verschwindet ein Flugzeug mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen. Nun kommt heraus: In der Maschine vom Typ Boeing 777 befanden sich wohl auch Passagiere mit falscher Identität.

Infotafel am Flughafen Kuala Lumpur (Foto: Reuters)

"Lasst uns beten für Flug MH370"

Zu dem über dem Südchinesischen Meer vermissten Flugzeug der "Malaysia Airlines" haben sich offenbar zwei Unbekannte mit gestohlenen Pässen Zugang verschafft. Auf den Passagierlisten fanden sich die Namen eines Österreichers und eines Italieners, die jedoch definitiv nicht an Bord waren.

Mit gestohlenen Pässen unterwegs

Dem Österreicher sei sein Pass auf einer Thailand-Reise vor zwei Jahren gestohlen worden, so das Außenministerium in Wien. Er sei zu Hause. Auch das Außenministerium in Rom bestätigte, dass sich der auf der Passagierliste verzeichnete Italiener nicht in der verschollenen Boeing 777-200 befunden habe. Dem 37-Jährigen sei sein Ausweis im August - ebenfalls in Thailand - entwendet worden, berichtet die Zeitung "Corriere Della Sera".

Möglicherweise saßen in der Boeing 777 noch weitere Insassen mit falscher Identität. Die Behörden würden vier verdächtige Einträge auf der Passagierliste prüfen, sagte der malaysische Transportminister Hishamuddin Hussein, ohne Details dazu zu nennen.

Video ansehen 00:53

Rätselraten um verschwundene Boeing

Eine groß angelegte Suche mehrerer Länder konnte den Verbleib des Flugzeugs, das am Samstagmorgen (Ortszeit) von Kuala Lumpur nach Peking unterwegs war, bisher nicht klären. An den Flughäfen der Hauptstädte von Malaysia und China betreuten Psychologen schockierte Angehörige. Sollte Flug MH370 tatsächlich abgestürzt sein, wäre es eines der schwersten Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre. Vietnamesische Behörden sprachen bereits von einem Absturz.

War es ein Anschlag?

Flugzeuge sichteten vor der Küste Vietnams einen kilometerlangen Ölteppich, wie das Verkehrsministerium in Hanoi mitteilte. Das Gebiet des möglichen Absturzes liegt den Angaben zufolge etwa 150 Kilometer vor der Insel Tho Chu - unweit der Stelle, wo die Maschine sich befand, als der Funkkontakt abriss. Die Piloten hatten zuvor keine Probleme gemeldet, das Wetter war gut.

Ölspuren im Meer (Foto: Reuters)

Ölspuren im Meer: Die Absturzstelle?

"Wenn beide Piloten damit beschäftigt sind, das Flugzeug vor einem Absturz zu retten, haben sie unter Umständen keine Zeit mehr, sich bei der Bodenkontrolle zu melden", sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung, Axel Raab. Er wollte über Ursachen nicht spekulieren, gab aber zu bedenken: "Es könnte theoretisch ja auch ein terroristischer Anschlag gewesen sein."

Boeing stellte ein Expertenteam zusammen, um bei der Aufklärung des Unglücks zu helfen, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte. Dort hieß es auch: "Wir drücken den Familien der Menschen an Bord unser tiefstes Mitgefühl aus."

wa/qu (rtr, dpa, afp)

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