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Wirtschaft

Quartalszahlen verunsichern Anleger

Die Commerzbank-Analysten schrieben kürzlich: "In der aktuell unsicheren Marktsituation schwanken noch viele Investoren zwischen Optimismus und Angst vor schlechten Unternehmensergebnissen." Da ist wirklich was dran.

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Erst reißt Intel die Technologiewerte nach unten, dann beflügeln AMD, Compaq und Apple die Kurse, und am Freitag verlieren die High-Techs wieder wegen schwacher Zahlen und Prognosen von Microsoft und IBM. Nur gut, dass am Nachmittag aus den USA ein überraschend stark gestiegener Index des Verbrauchervertrauens gemeldet wurde - das bewahrte die deutschen Aktien vor Schlimmeren.

Der Deutsche Aktienindex beendete den Handel bei 5.122 - ein Minus von elf Zählern oder 0,2 Prozent, und der Nemax 50 Index am Neuen Markt schloss bei 1.167 - ein Minus von zwölf Zählern oder 1,1 Prozent. Die Börse am Freitag.

Die deutlich gesunkenen Gewinne von Microsoft und IBM belasteten besonders stark die Technologiewerte im DAX. Die Aktie von Infineon verlor zum Abend 3,4 Prozent und war der Tagesverlierer. Zuvor war der Kurs bis auf 22,96 Euro abgerutscht. Auch Siemens, SAP und Telekom verloren überdurchschnittlich stark.

Deutsche Automarken

Die Aktie von Porsche, die die Deutsche Börse im Vorjahr wegen fehlender Quartalsberichte aus dem breiter gefassten MDAX geworfen hatte, erklomm nach neuen Unternehmenszahlen ein neues Allzeit-Hoch von 457 Euro. Seit September hat sich der Kurs damit verdoppelt. Bei anderen Automobilwerten machte sich die Lustlosigkeit der Anleger bemerkbar, sagten Händler. Die Papiere von Volkswagen legten um 0,6 Prozent zu, die Titel von DaimlerChrysler stiegen trotz einer Rückrufaktien in Amerika um 0,8 Prozent. Nur BMW verloren ein halbes Prozent.

Rentenmarkt und Euro-Kurs

Der Rentenmarkt zeigte sich uneinheitlich. Der Bund-Future gewann 0,04 Prozent auf 108,48 Punkte. Der Rentenmarkt-Index REX bröckelte um 0,19 Prozent auf 113,50 Punkte ab. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,63 Prozent fest, zwei Stellen mehr als am Vortag.

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs am Mittag bei 88,10 amerikanischen Cents festgesetzt hatte, kletterte der Kurs im Devisenhandel zum Abend in Frankfurt bis auf 88,43 US-Cents.

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank: Ein Euro kostete 88,10 amerikanische Cents oder 61,41 britische Pence oder 117,08 japanische Yen. Und das 1. Goldfixing in London betrug 283 Dollar und 70 Cent.

Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte

(ohne Gewähr)

DAX-Werte/ Kurs/ Veränderung

adidas-Salomon 82,05 (- 0,35)

Allianz 264,00 (+ 1,10)

BASF 43,33 (+ 0,28)

Bayer 35,55 (- 0,40)

HypoVereinsbank 35,92 (+ 0,10)

BMW 38,01 (- 0,18)

Commerzbank 18,74 (- 0,21)

DaimlerChrysler 47,20 (+ 0,37)

Degussa 30,18 (- 0,14)

Deutsche Bank 78,03 (- 0,32)

Deutsche Post 15,60 (- 0,39)

Deutsche Telekom 17,70 (- 0,29)

E.ON AG 59,00 (+ 0,50)

EPCOS 48,20 (- 0,30)

Fresenius Med. Care 67,29 (- 0,55)

Henkel 63,55 (+ 0,40)

Infineon Techno 23,40 (- 0,82)

Linde 46,20 (- 0,14)

Lufthansa 17,70 (- 0,02)

MAN 26,00 (- 0,61)

Metro 41,20 (+ 0,25)

MLP 74,48 (+ 0,78)

Münchener Rück 279,95 (- 0,05)

Preussag 32,00 (- 1,05)

RWE 43,63 (+ 0,20)

SAP 161,10 (- 1,90)

Schering 60,20 (+ 0,14)

Siemens 72,35 (- 0,60)

ThyssenKrupp 16,59 (+ 0,19)

VW 50,04 (+ 0,29)

  • Datum 18.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1j5o
  • Datum 18.01.2002
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