Quaison beendet Mainzer Auswärtsfluch | Sport | DW | 16.02.2018
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Bundesliga

Quaison beendet Mainzer Auswärtsfluch

Erstmals seit 17 Spielen nimmt der FSV Mainz 05 drei Punkte aus einem fremden Stadion mit nach Hause. Trotz des Sieges im Berliner Olympiastadion: den Relegationsplatz verlassen die Nullfünfer nicht.

"Verarscht ihr uns, verarschen wir euch" hoch. Die Botschaft auf dem Transparent der 500 mitgereisten Mainzer Fans im Berliner Olympiastadion war deutlich. Nach vier Niederlagen in Folge und 16 Auswärtsspielen ohne Sieg ist die Situation beim Tabellen-Sechzehnten der Bundesliga kritisch. Beim 2:0 (1:0)-Erfolg vom FSV Mainz 05 bei Hertha BSC zeigten die Mainzer mit einer engagierten Leistung, dass sie das Plakat der Anhänger verstanden hatten.

"Wir haben sehr gut strukturiert gespielt. Am Ende war es ein hochverdienter Sieg“, sagte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz und lobte den Doppeltorschützen der Partie: Robin Quaison: "Wenn man zwei Tore macht, ist das sehr gut. Vor allem, wenn man so eine gute Laufleistung zeigt." Der Schwede redete nach der Partie ganz schüchtern und bescheiden ins Mikrofon: "Ich bin glücklich, dass ich dem Team helfen konnte."

Seit einem Jahr bei  Mainz

Die erste gute Chance hatte Quaison in der 23. Minute, als Hertha-Profi Jordan Torunarigha einen hohen Ball komplett verschätzte und Quaison den Ball über den Berliner Torwart Rune Jarstein köpfte. Der streckte sich rückwärtslaufend und konnte den Ball gerade noch abwehren, knallte dabei an den Pfosten.

Quaison, der vor einem Jahr in der Winterpause vom italienischen (damals noch) Erstligisten US Palermo zu Mainz wechselte, durfte dann aber doch kurz vor der Halbzeit jubeln: Der Mittelfeldspieler setzte sich an der Strafraumgrenze gleich gegen vier Hertha-Spieler durch und schloss seine schöne Einzelaktion mit einem platzierten flachen Schuss in die linke Ecke erfolgreich ab (40.).

Weiter auf dem Relegationplatz

Für den Sohn eines Ghanaers und einer Schwedin war es das dritte Saisontor in der Bundesliga. Der 24-Jährige soll langfristig die Position des Spielmachers übernehmen. Das Wichtigste dabei ist: er muss mit der Drucksituation im Abstiegskampf umgehen. Gegen Hertha meisterte er sie bestens, indem er noch ein weiteres Tor erzielte.

Eigentlich hatte die Hertha die Chance zum Konter. Doch die Mainzer passten auf und spielten einen langen Ball nach vorne. Und Quaison schob den Ball durch die Beine des herauseilenden Jarstein durch (65.). "Wir haben ein wichtiges Spiel gewonnen. Das ist wohl einer der glücklichsten Tage, seit ich in Mainz bin.", sagte Quaison. Trotz der drei Punkte bleibt Mainz weiterhin auf dem Relegationsplatz. Aber die Negativserie ist zunächst beendet. Und der nächste Banner der Fans ist vermutlich wieder freundlicher gesinnt.