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DFB-Pokal

Pyro-Skandal beim Hertha-Spiel in Rostock

Böller abgeschossen, Bengalos gezündet, Fahnen verbrannt: Das DFB-Pokalspiel zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC stand nach zwei Spielunterbrechungen kurz vor dem Abbruch. Am Ende setzte sich der Bundesligist durch.

Feuerwerkskörper als Wurfgeschosse, brennende Sitzschalen und schwarzer Rauch über dem Spielfeld: Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sein von einem Pyro-Skandal überschattetes Erstrundenspiel im DFB-Pokal mit viel Mühe gewonnen. Bei Drittligist Hansa Rostock setzten sich die Berliner im zwischenzeitlich für gut 15 Minuten unterbrochenen Hochrisikospiel erst in der Schlussphase mit 2:0 (0:0) durch. "Solche Sachen gehören nicht zum Sport. Wir distanzieren uns davon. Das schadet uns allen. Leider gibt es so schwarze Schafe, die alles kaputt machen", erklärte Hansa-Trainer Pawel Dotschew.

Angesichts der skandalösen Umstände geriet das sportliche Ergebnis zur Nebensache. "Normalerweise freut man sich nach einem Auswärtssieg im Pokal. Diese Freude will sich bei mir nicht einstellen, weil wir viele unschöne Szenen gesehen haben. Das will niemand bei einem Fußballspiel sehen", sagte Hertha-Manager Michael Preetz.

Erhöhte Polizeipräsenz und reduzierte Zuschauerkapazität

Fußball: DFB-Pokal, Hansa Rostock - Hertha BSC (picture alliance/dpa/A. Heimken)

Die hässliche Fratze des Fußballs: Ein Hansa-Anhänger brennt Pryotechnik ab

U21-Europameister Mitchell Weiser (86.) und Vedad Ibisevic (90.+2) erzielten die späten Treffer für die Gäste, die sich den Erfolg dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit letztlich verdienten. Das Spiel stand allerdings kurz vor dem Abbruch. Für erste unschöne Szenen sorgten die Berliner Fans, die zahlreiche Feuerwerkskörper zündeten, unmittelbar nach Wiederanpfiff. Ein Geschoss schlug gar in der Hansa-Kurve ein, Hartmann unterbrach die als Hochrisikospiel eingestufte Partie kurzzeitig.

Obwohl es erhöhte Polizeipräsenz gab und die Zuschauerkapazität um mehrere Tausend Plätze reduziert worden war, schaffte es erneut ein kleiner Teil der beiden Klub-Anhänger alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Mit Schmähgesängen gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) hatten sich beide Fanlager vor dem Anpfiff noch solidarisch gezeigt.

Knapp eine Viertelstunde vor Schluss flogen erneut Leuchtkugeln aus dem Hertha-Block. Im Rostocker Block wurden derweil Fahnen verbrannt. Während beide Teams in die Kabine geschickt wurden, landete Pyrotechnik mehrfach auf dem Rasen. Die Polizei trennte den Gästeblock von der Rostock-Fankurve. Nach rund einer Viertelstunde pfiff Hartmann erneut nach Absprache mit den Sicherheitsbeamten das Spiel wieder an. Auch danach waren aber immer wieder Böller zu hören.

sw/haz (dpa, sid)