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Politik

Putin zu Energiegesprächen in Teheran

Der russische Präsident Putin ist zu Besuch in Teheran. Dort hat er an der Konferenz der Anrainer des Kaspischen Meeres teilgenommen. Während seines Aufenthalts will er auch das iranische Atomprogramm ansprechen.

Putin und Ahmadinedschad in Teheran (Quelle: AP)

Eng verflochtene Wirtschaftsbeziehungen

Das Kaspische Meer und Anrainerstaaten

Das Kaspische Meer und Anrainerstaaten

Im Streit um die Ausbeutung der enormen Öl- und Gasreserven unter dem Kaspischen Meer haben Russland, der Iran und die drei anderen Anrainerstaaten am Dienstag (16.10.2007) einen Schritt aufeinander zu gemacht, aber keine Einigung erzielt.

Es ist nach wie vor nicht geklärt, nach welchem Modus die Energiereserven unter den Anrainerstaaten aufgeteilt werden sollen. Während Russland, Aserbaidschan und Kasachstan eine Aufteilung entsprechend der Küstenlänge jedes Landes anstreben, wollen der Iran und Turkmenistan eine gemeinsame Nutzung. Die Staatschefs der Anrainterstaaten wollen sich künftig einmal, die Außenminister zwei Mal jährlich treffen, um diese Fragen zu erörtern.

Der iranische Präsident weist den anderen Staatspräsidenten den Weg (Quelle: AP)

Die Gäste Ahmadinedschads

Am Rande es Treffens unterstrich der russische Präsident Wladimir Putin das Recht Teherans, die Atomenergie friedlich zu nutzen. "Russland ist das einzige Land, das dem Iran bei der Entwicklung seines friedlichen (Atom-)Programms hilft", sagte Putin. Er hatte am Montag bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel in Wiesbaden um mehr Geduld im Atomstreit mit Teheran geworben.

Friedensgrüße aus Moskau

Putin erteilte einem militärischen Eingreifen rund um das Kaspische Meer und damit im Iran eine klare Absage. "Wir sollten nicht einmal daran denken, in dieser Region Gewalt anzuwenden", sagte er. "Wir müssen darin übereinstimmen, dass es unmöglich ist, das Territorium eines Anrainers im Fall einer Aggression gegen das eines anderen zu verwenden." Putin forderte dazu auf, Vertrauen aufzubauen. Auch Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad rief zum Auftakt der Konferenz zu einer Kooperation für Frieden auf.

Außerdem stehen bilaterale Gespräche zwischen Russland und dem Iran auf der Tagesordnung. Dabei wird nach russischen Angaben vor allem der Streit über das iranische Atomprogramm eine Rolle spielen.

Die beiden Staatspr�denten bei milit�schen Ehren (Quelle: AP)

Russland spielt im Atomstreit eine Doppelrolle

Wirtschaftliche Interessen Russlands

Putin sagte, nach Angaben der Agentur Interfax, er wolle mit Ahmadinedschad "natürlich über das iranische Atomprogramm", aber auch über eine Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt sprechen. Russische Firmen arbeiten seit Jahren an der Fertigstellung des ersten iranischen Atomreaktors Buschehr am Persischen Golf. Teheran drängt auf dessen Inbetriebnahme und erwartet von Moskau einen klaren Zeitplan.

Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung der Atomenergie nach Nuklearwaffen zu streben. Das Land bestreitet dies. Der UN-Sicherheitsrat verhängte bereits Sanktionen gegen den Iran. Die USA und die europäischen Staaten dringen darauf, dass die Strafmaßnahmen ausgeweitet werden, falls der Iran seine umstrittene Urananreicherung nicht aufgibt. Die UN-Vetomächte Russland und China sind hingegen zögerlich, was neue Sanktionen angeht. (vem)

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