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Rätsel um Treffen im Weißen Haus

Putin bietet US-Kongress Mitschrift von Trump-Lawrow-Treffen an

Donald Trump soll gegenüber Russlands Außenminister Lawrow Geheimdienstinformationen ausgeplaudert haben. Mitten in die Debatte über die Glaubwürdigkeit des US-Präsidenten platzt ein Angebot von Kremlchef Putin.

USA Trump und Lawrow (picture alliance/dpa/A. Sherbak)

Wirklich Geheimnisverrat beim Treffen Trumps mit Außenminister Lawrow (r.) im Weißen Haus?

Ein ungewöhnlicher und überraschender Schritt des russischen Staatschefs: Wladimir Putin erklärt sich bereit, die Notizen einer umstrittenen Unterredung zwischen US-Präsident Donald Trump und Außenminister Sergej Lawrow zu veröffentlichen. "Wenn die US-Regierung das für möglich hält, sind wir bereit, eine Mitschrift des Gesprächs zwischen Trump und Lawrow dem Senat und dem US-Kongress zur Verfügung zu stellen", sagte Putin in Sotschi vor der Presse.

Trump wird vorgeworfen, in dem Gespräch vergangene Woche geheime Informationen über die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ausgeplaudert zu haben. Damit seien die Quellen eines ausländischen Geheimdienstes - offenbar Israels - gefährdet worden. In dieser prekären Situation meldete sich jetzt der Kremlchef zu Wort , um dem angeschlagenen US-Präsidenten unter die Arme zu greifen.  

Washingtoner "Schizophrenie"

Aus Moskau hatte es wiederholt geheißen, bei dem Treffen seien keine geheimen Informationen preisgegeben worden. Putin bekräftigte dies und wiederholte bei der Pressekonferenz schmunzelnd, Lawrow habe bislang keine der sensiblen Erkenntnisse weitergegeben. In den USA mache sich offenbar "politische Schizophrenie" breit. 

In US-Medien war Trump unterstellt worden, mit den Informationen vor Lawrow geprahlt zu haben. Dabei habe es sich konkret um die IS-Dschihadisten und die Gefahr von Anschlägen mit Hilfe von Laptops an Bord von Flugzeugen gehandelt.  

Trump selbst bestreitet jegliches Fehlverhalten. Als Präsident habe er das "absolute Recht", Informationen mit Russland zu teilen, hatte er im Kurzbotschaftendienst Twitter kommentiert. 

SC/sti (APE, afp, dpa)

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