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Aktuell Welt

Putin besucht Judo-Schule in Tokio

Beim japanisch-russischen Gipfel gab es in strittigen Punkten Annäherungen, aber keinen Durchburch. Etwas Zeit blieb auch fur das Hobby von Kremlchef Putin.

 (picture-alliance/MAXPPP)

Zwei japanische Judoka kämpfen unter den Augen von Ministerpräsident Abe (l.) und Kremlchef Putin (2.v.l.)

Der sportbegeisterte russische Präsident Wladimir Putin hat seinen Staatsbesuch in Japan zu einem Abstecher in ein weltberühmtes Judo-Zentrum genutzt. Gemeinsam mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Aba sah sich Putin in der Schule Kodokan in Tokio einen Kampf an.

Der Kremlchef ist selbst Judoka und Träger des Schwarzen Gürtels. Bei einem Besuch der Schule im Jahr 2000 war Putin noch selbst für ein Kräftemessen auf die Matte gegangen. Diesmal hielt sich der inzwischen 64-Jährige zurück.

Putin trainiert mit der russischen Judo-Nationalmannschaft (Aufnahme vom Januar 2016) (Getty Images/AFP/A. Nikoskyi)

Putin trainiert mit der russischen Judo-Nationalmannschaft (Aufnahme vom Januar 2016)

Abe scherzte, er sei bereit für einen Versuch. "Ich habe ihn am Arm gehalten", meinte Putin der Agentur Tass zufolge mit einem Lächeln. Kodokan gilt als das wichtigste Judo-Zentrum der Welt. Als Souvenir bekam der russische Präsident eine Figur des Judo-Begründers Jigoro Kano geschenkt.

Kein Durchbruch im Streit um Kurilen

Ihre zweitägigen politischen Gespräche beendeten Abe und Putin mit der Unterzeichnung zahlreicher Wirtschaftsabkommen. Keinen Durchbruch gab es bei dem seit Ende des Zweiten Weltkriegs schwelenden Konflikt um die Inselgruppe der Kurilen.

Sie wurden von der damaligen Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg besetzt. Japan beansprucht die Inseln weiterhin. Der Streit darüber hat bis heute den Abschluss eines Friedensvertrages zwischen den beiden Staaten verhindert.

"Keine schnelle Lösung"

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Russland und Japan suchen Dialog

Der Konflikt sei nicht schnell zu lösen, machte Putin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Abe deutlich. Doch die angestrebte wirtschaftliche Zusammenarbeit werde helfen, Vertrauen zwischen beiden Staaten zu stärken und die Verhandlungen zu beschleunigen.

Es sei zweifellos notwendig, eine Lösung herbeizuführen, sagte der russische Präsident. Abe stimmte dieser Auffassung zu und ergänzte, dass die Bemühungen weitergingen. Bis zur Unterzeichnung eines Friedensvertrags sei es noch ein "schwieriger Weg".

wl/se (dpa, afp)

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