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Sport

Punktsieg für Zwanziger im Streit mit Katar

Katar ein "Krebsgeschwür des Fußballs"? Diese Formulierung des Ex-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger erzürnt den Golfstaat. Doch ein Gericht entscheidet nun: Zwanziger darf die Aussage wiederholen - zumindest vorerst.

Theo Zwanziger. Foto: dpa-pa

Theo Zwanziger erreicht einen ersten Etappensieg im Streit mit Katar

Der gelernte Jurist Theo Zwanziger erreicht vor Gericht einen ersten Etappensieg im Streit mit dem Emirat Katar: Der frühere DFB-Präsident darf das Land vorerst weiter ungestraft als "Krebsgeschwür des Fußballs" bezeichnen. Das stellte die 6. Kammer des Düsseldorfer Landgerichts unter Vorsitz von Richter Joachim Matz am Dienstag in der mündlichen Verhandlung in ihrer juristischen Einordnung fest.

Krebsgeschwür-Vergleich "noch gerechtfertigt"

Angestrebt hatte den Prozess die Botschaft Katars in Deutschland sowie der katarische Fußball-Verband QFA. Letzterer hatte gegen den ehemaligen Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf Unterlassung geklagt. Doch Zwanziger hielt dagegen, weigerte sich, die Formulierung nicht zu wiederholen und bekam nun vorerst Recht: Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei in dieser Sache höher einzustufen als der Ehrschutz des Klägers, hieß es.

Baustelle in Katar. Foto: dpa-pa

Viele Gastarbeiter verloren auf Baustellen im Vorfeld der WM 2022 ihr Leben - Katar steht deswegen in der Kritik

Zwanzigers Äußerung in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk vom 2. Juni 2015 sei "unter dem Gesichtspunkt der freien Meinungsäußerung noch gerechtfertigt", hieß es. Das Urteil wird am 19. April verkündet. Zwanziger war persönlich im Landgericht erschienen, die Gegenseite wurde vom früheren CSU-Politiker Peter Gauweiler vertreten. Katar steht in der Kritik, weil auf Baustellen im Vorfeld der umstrittenen WM 2022 grundlegende Menschenrechte der rund 1,6 Millionen Gastarbeiter nicht geachtet werden, wie Menschenrechtsorganisationen kritisieren.

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