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Literatur

Pulitzerpreisträger und Poet John Ashbery ist tot

Die USA haben einen ihrer einflussreichsten Dichter verloren. Über 60 Jahre lang veröffentlichte der Poet experimentelle Gedichte und heimste dafür zahlreiche Preise ein.

 John Ashbery (picture-alliance/AP Photo/B. Matthews)

John Ashbery im Jahr 2008

Der Pulitzer-Preisträger sei am Sonntag (03.09.2017) in seinem Haus in Hudson im US-Bundesstaat New York gestorben, teilte die "New York Times" unter Berufung auf Ashberys Ehemann David Kermani mit.

Ashbery verfasste avantgardistische und experimentelle Gedichte und galt als einer der größten amerikanischen Lyriker des 20. Jahrhunderts. Er zählte Künstler wie Jackson Pollock und Willem de
Kooning zu seinen Freunden. Berühmt wurde John Ashbery 1975 mit seiner Gedichtsammlung "Self-Portrait in a Convex Mirror" ("Selbstporträt im konvexen Spiegel"), für die er unter anderem den Pulitzerpreis erhielt. Die renommierte National Book Foundation verlieh ihm 2011 für sein Lebenswerk einen Ehrenpreis. Wegen seiner Verdienste um die Geisteswissenschaften wurde Ashbery 2012 von dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama mit einem Orden ausgezeichnet, der "National Humanities Medal".

Schwer verständliche Poesie?

Ashberys avantgardistische und häufig surreale Poesie, geprägt von Humor und Spontanität, war nicht jedermanns Sache. Darin geht um die Erfahrung des Bewusstseins und den Zusammenhang von Chaos und Kunst. Vielen scheinen seine Werk schwer zugänglich. In einem Interview mit dem Radiosender NPR verteidigte sich der Pulitzer-Preisträger 2005 gegen solche Vorwürfe: "Ich glaube, sie sind zugänglich, wenn man einen Zugang finden möchte", so seine feste Überzeugung. Asberry wurde 90 Jahre alt.

kk/suc (DPA, AFP)

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