″Psycho″-Darsteller John Gavin gestorben | Filme | DW | 10.02.2018
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Hollywood

"Psycho"-Darsteller John Gavin gestorben

Weltweit bekannt wurde er mit seinen Rollen in Alfred Hitchcocks "Psycho" und Stanley Kubricks "Spartacus" - und fast hätte er auch James Bond gespielt. Nun ist John Gavin laut US-Medienberichten gestorben.

Wie die Fachzeitschrift "The Hollywood Reporter" unter Berufung auf einen Sprecher von Gavins Ehefrau, der Schauspielerin Constance Towers, berichtet, starb der Schauspieler am Freitag im Kreis seiner Familie in seinem Haus in Beverly Hills. John Gavin wurde 86 Jahre alt.

Berühmt wurde der in Los Angeles geborene Gavin mit seiner Rolle in dem Thriller "Psycho", in dem er unter der Regie von Alfred Hitchcock die Rolle des Sam Loomis spielte. Dessen Geliebte ist es, die in der legendären Duschszene ermordet wird. Hitchcock soll mit der hölzernen Darstellung von Gavin allerdings nicht zufrieden gewesen sein und verpasste ihm den Spitznamen "The Stiff", der Steife.

Psycho-Stars John Gavin und Janet Leigh (picture-alliance/Everett Collection)

Psycho-Stars John Gavin und Janet Leigh als dessen Geliebte

Im gleichen Jahr, 1960, war John Gavin außerdem in David Millers "Mitternachtsspitzen" und Stanley Kubricks "Spartacus" zu sehen. In Kubricks Monumentalfilm spielte er den römischen Herrscher Julius Caesar. 

1971 stand John Gavin kurz davor, das neue Gesicht des James Bond zu werden. Für "Diamonds Are Forever" ("Diamantenfieber") hatte er bereits den Vertrag unterschrieben, doch die Produktionsgesellschaft hoffte nach wie vor, erneut Sean Connery für den Dreh zu gewinnen. Mit einem attraktiven Angebot an den Briten gelang ihr das auch, sodass Gavin die Rolle versagt blieb. 

Karriere in der Politik

In den 1980er-Jahren wurde Gavin, der ursprünglich eine Diplomatenkarriere angestrebt und Lateinamerikanische Wirtschaftsgeschichte in Stanford studiert hatte, US-Botschafter in Mexiko unter der Regierung von Ronald Reagan. Ab 1986 arbeitete Gavin in der freien Wirtschaft.

John Gavin ist Vater von insgesamt vier Kindern. Zwei von ihnen stammen aus seiner zweiten Ehe mit Constance Towers.

bb/AR (dpa, efe, hollywoodreporter.com)

DW KINO-Moderatoren Hans Christoph von Bock & Scott Roxborough (DW/S. Bartlick)

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