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Reise

Prunk und Pracht am Potsdamer Platz

Für den Potsdamer Platz in Berlin hat ein neues Zeitalter begonnen. Nach gut neunjähriger Bauzeit ist mit der Eröffnung des Luxushotels "Ritz-Carlton" das Herzstück des neu entstandenen Areals komplett.

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Zimmer im "Ritz-Carlton"

Baukräne am Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz im August 1997

Dort, wo sich lange die größte Baustelle Europas befand, sorgen jetzt 350 Voll- und 100 Teilzeitkräfte für einen perfekten Service für den gut betuchten Gast. Schließlich will Generaldirektor Walter Junger aus dem "Ritz-Carlton" das teuerste Hotel der Hauptstadt machen.

Gold, Marmor, Kristall

Das Ritz-Carlton am Potzdamer Platz

Das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz

Die beiden neuen Fünf-Sterne-Hotels, neben dem "Ritz-Carlton" das "Marriot", sollen Leben in das letzte der vier großen Stadtquartiere des Potsdamer Platzes bringen. Das 450 Millionen Euro teure Beisheim-Center im Chicago-Stil der 1920er Jahre, benannt nach Investor Otto Beisheim, beherbergt außer den Hotels 50 Luxusappartements mit einem eindrucksvollen Blick bis zum Regierungsviertel, Büros, Läden und Restaurants.

Der Luxus der neuen Nobel-Herberge ist beeindruckend. Mit Blattgold überzogene Säulenkapitelle, riesige Badewannen, blühende Orchideen auf Marmor-Waschtischen, Büttenpapier neben den Laptop-Buchsen und mehr als 4000 Kronleuchter und Lampen aus Swarovski-Kristall gehören zur noblen Ausstattung der 302 Zimmer und 39 Suiten, die neue Gäste, vor allem aus Amerika, Großbritannien und Asien in die deutsche Hauptstadt locken sollen.

Wiederbelebung des Platzes

Der Potsdamer Platz, der in den Goldenen 20ern als einer der turbulentesten Plätze Europas galt, lag nach Kriegsende in Trümmern. Zu Zeiten der deutschen Teilung fristete er ein lebloses Dasein im Schatten der Mauer zwischen Ost und West. Nun soll er von der neuen Pracht weitere Lebensenergie erhalten. "Wir wollen mit dem Hotel an die Wiederbelebung des Potsdamer Platzes anknüpfen", erklärt "Ritz-Carlton"-Präsident Simon F. Cooper.

Kaisersaal Potsdamer Platz

Der Kaisersaal des ehemaligen Hotels Esplanade

Zwei zur Zeit der Maueröffnung noch vorhandene Gebäude wurden in dem Gesamtkomplex integriert: Der Kaisersaal des ehemaligen Hotels "Esplanade", in dem der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. gern speiste, wurde mit Millionenaufwand verschoben und in das vor gut fünf Jahren fertig gestellte Sony-Center mit dem unverwechselbaren Zeltdach integriert. Das historische Weinhaus "Huth", während der Bauphase gern genutzte Aussichtsplattform, fügt sich in die Daimler-City gegenüber ein.

Die Konkurrenz ist groß

Für den neuen Hotel-Star gibt es im Februar 2004 die erste Bewährungsprobe. Wenn vom 5. Februar an die "Berlinale" wieder Stars und Sternchen des internationalen Films anlockt, wird sich zeigen, ob das "Ritz" mit den bisherigen Nobel-Herbergen wie dem "Adlon" am Brandenburger Tor oder dem "Four Seasons" am Gendarmenmarkt konkurrieren kann.

Room with a view

Zimmer mit Aussicht im Ritz-Carlton

Insgesamt hat Berlin jetzt 17 Fünf-Sterne-Hotels. Insider warnen schon vor einem ruinösen Wettbewerb. "Ritz"-Generaldirektor Junger sieht es hingegen gelassen. Er setzt auf den besonderen Service der mehr als hundert Jahre alten Hotelkette, gepaart mit der guten Adresse "Potsdamer Platz 3". (pg)

Bis zum 25. April 2004 gibt es im "Ritz-Carlton" Kennenlernpreise von 165 bis 195 Euro pro Zimmer. Später sollen die Standardzimmer 330 bis 370 Euro in der Nebensaison und ab 450 Euro in der Hauptsaison kosten.

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