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Aktuell Welt

Proteste vor G-7-Beratungen in Lübeck

Die Außenminister der sieben führenden Industrienationen wollen in Lübeck den G-7-Gipfel im Juni in Bayern vorbereiten. Aber auch Demonstranten sind in die Hansestadt gekommen.

In Lübeck sind Demonstranten zu Mahnwachen gegen das Treffen der Außenminister der sieben führenden Industrienationen (G7) zusammengekommen. Im Laufe des Tages sind weitere Demonstrationen geplant. Die größte mit mehreren Tausend Teilnehmern soll nach einer Kundgebung durch die Altstadt bis zum abgesperrten Tagungsort führen. Die Veranstalter haben zum Teil auch Blockaden angekündigt. Ein erster Protestmarsch am Montagabend verlief friedlich (Artikelbild).

Nach den Krawallen in Frankfurt am Main bei der Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank vor einem Monat gibt es Befürchtungen, auch in Lübeck könnte es Ausschreitungen geben. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat deshalb eine Kundgebung abgesagt. Rund 3500 Polizisten sind nach offiziellen Angaben im Einsatz. Teile der Lübecker Innenstadt sind abgeriegelt.

Großes Polizeiaufgebot in Lübeck (Foto: dpa)

Großes Polizeiaufgebot in Lübeck

Die G7-Gegner werfen den sieben Industriestaaten - USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada - vor, über die Geschicke der Welt entscheiden zu wollen, ohne dazu legimitiert zu sein. Die Staatengruppe verfolge eine "neoliberale Wirtschaftspolitik" die zu Ausbeutung, Armut und Umweltzerstörung führe, so die Initiative "Stopp G7".

Die Außenminister wollen bei ihrem zweitägigen Treffen den G7-Gipfel vorbereiten, der am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Oberbayern stattfindet. Deutschland hat in diesem Jahr den Vorsitz der Gruppe. US-Außenminister John Kerry nimmt wegen dringender Verpflichtungen in Washington erst am Mittwoch an den Beratungen mit seinen Kollegen in Lübeck teil.

Wichtigstes Thema wird der Konflikt in der Ukraine sein. Außerdem stehen die Atomverhandlungen mit dem Iran, die Bekämpfung der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) und ein besserer Schutz vor der Ebola-Epidemie in Westafrika auf der Tagesordnung der Außenminister.

wl/qu (dpa, afp, rtr)